Kolumne: Zorbing

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Zorbing heißt eine Trendsporart. Ein oder mehrere Menschen rollen dabei im Innern einer aufblausbaren, meist transparenten, doppelhülligen Kugel aus PVC, meist einen Abhang hinunter oder auf einer flachen Fläche.

Zobing heißt aber auch die neue Form der Stadtrundfahrt, wie aus der örtlichen Stadtinformation zu hören ist. "Entwickelt haben wir das allerdings," betont Reiner Kardinal, der Leiter des örtlichen Stadtsportbundes: "Als wir nach einer sportlich-dynamischen Möglichkeit suchten, den Sportpark vor unserer Haustüre voller Bewegungsdrang zu erforschen, sind wir auf einer Kirmes in Düsseldorf fündig geworden. Dort gab es Zorbing in überdimensionalen Planschbecken."

Was im Wasser funktioniert, muß auch an Land gehen. So überlegten die kommunalen Sportfunktionäre. Kardinal nahm Kontakt zum Hersteller der Trendsportgeräte auf. Und siehe da: Es gab tatsächlich Land-Zorbing-Geräte in genügender Zahl.

Duisburg organisiert ja bekanntlich viele nationale und internationale Meisterschaften in Wassersportarten - Drachenbootrennen, Kanu, Rudern und Segeln seien hier als Beispiele genannt. "Dank Zorbing konnten auch die Zuschauer die Wassersportanlagen im Sportpark, aber auch die Wasserflächen in der Sechs-Seen-Platte kennenlernen. Momentan überlegen wir noch, wie wir Zorbing-Wettrenenn auf dem Wasser organisieren können."

Irgendwie wurde dann auch die Stadtinformation auf diese clevere Form der Selbstdarstellung aufmerksam. Und wohl auch neidisch. Man war offensichtlich der Meinung: "Was die vom Stadtsportbund auf dem Wasser können, können wir auch an Land."

Seitdem gibt es Zorbing-Stadtrundfahrten. Die Kugeln werden samt Insassen auf Transporter gehoben, zu bestimmten Orten (wie die Sechs-Seen-Platte, den Innenhafen (mitsamt Rathaus, Salvator-Kirche und Kultur- und Stadthistorischem Museum), den Landschaftsparkt Nord, den Zoologischen Garten oder die Rheinpromenade Wanheim) gebracht und dort abgeladen. Mittels Zorbing kann man sich dann die nähere Umgebung anschauen. "Seitdem gilt Duisburg als Geheimtip unter den Stadttouristikern."
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