Ein neues Wildhundrudel für den Zoo Duisburg

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Einer der Wildhunde aus dem neuen Rudel.
Die agilen Afrikanischen Wildhunde, die auch Hyänenhunde genannt werden, zählen zu den Traditionsarten im Zoo Duisburg. Seit den 1960er Jahren begeistern sie mit ihrem komplexen Sozialverhalten die Besucher und über die Jahre konnten zahlreiche Zuchterfolge verzeichnet werden.

Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms wurde entschieden, mit einer neuen Gruppe zu beginnen. Die drei bisher gehaltenen Tiere wurden an Zoos in Frankreich und England abgegeben. Nach einigen kleineren Arbeiten an der Anlage konnten dann Ende Januar fünf Brüder aus dem Zoo Rom einziehen. Ihre Mutter ist eine Duisburger Nachzucht und wurde 2012 nach Rom abgegeben.

Die fünf Wildhundrüden haben sich schnell in ihrer neuen Heimat eingelebt und beleben mit ihrer Aktivität und Neugier die große Anlage. Mit der Unterbringung dieser Junggesellengruppe leistet der Zoo Duisburg einen wichtigen Beitrag zum Zuchtprogramm. Afrikanische Wildhunde werden in menschlicher Obhut deutlich älter als in der Wildbahn und ihre Würfe umfassen durchschnittlich sechs bis acht Welpen. Somit werden mehr Tiere geboren, als zum Zusammenstellen neuer Zuchtgruppen benötigt werden.

Afrikanische Wildhunde wurden bereits in einem großen Teil ihres Verbreitungsgebietes ausgerottet und werden auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „stark gefährdet“ eingestuft. Hauptgründe hierfür sind die zunehmende Fragmentierung ihres Lebensraums, Bejagung durch Viehzüchter und Wilderer sowie durch Haushunde übertragene Krankheiten. In europäischen Zoos werden derzeit etwa 250 Afrikanische Wildhunde gehalten. Neben dem Zoo Duisburg ist die Art nur in vier weiteren Zoos und Tierparks in Deutschland zu sehen.

Quelle: Pressemitteilung Zoo Duisburg
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