Punkteteilung beim Derby gegen den VfL Bochum

Borys Tashchy war nach seinem ersten Treffer in Zebrastreifen überglücklich | Foto: Hannes Kirchner
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  • Borys Tashchy war nach seinem ersten Treffer in Zebrastreifen überglücklich
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Das erste Heimspiel nach der Rückkehr in die zweite Liga endete für die Meidericher 1:1. Gegen den Reviernachbarn aus Bochum gelang zunächst Boris Tashchy der Führungstreffer. Jannik Bandowski konnte unmittelbar nach der Halbzeit ausgleichen. Die knapp 23.000 Zuschauer sahen ein sehr ansehnliches Revierderby

Ilia Gruev veränderte sein Team nur auf einer Position. Lukas Fröde musste nach seiner gelbroten Sperre ersetzt werden, für ihn spielte Enis Hajri. Die Stimmung war von Anfang an absolut Derbyreif. Beide Fanlager peitschen von Anfang an ihre Mannschaften nach vorne.

Der VfL machte die ersten Minuten Druck und spielte munter nach vorne. Die Zebras standen zunächst sehr tief und ließen den Gegner kommen.

In der 7. Minute dreht Boris Tashchy den Spielverlauf und erzielte mit einem schönen Schuss das 1:0 für die Gastgeber. Der Ball sprang vom Innenpfosten aus ins Tor. Die ersten 50 Liter Bier wanderten so auf das Freibier Konto. König Pilsener spendiert in dieser Saison für jedes geschossene Heim Tor 50 Liter Freibier. Bochum begann druckvoller aber der MSV nutze seine erste Gelegenheit direkt für ein Tor. In der 16. Minute bekam gab es nach einem Foul an Brandstetter einen Freistoß von der Strafraumgrenze. Stoppelkamps Schussversuch landete aber in der Mauer. Brandstetter war im Angriff sehr bemüht und eroberte immer wieder den Ball, allerdings wurde er von den Bochumern sehr robust angegangen.

Stoppelkamp wirbelte unermüdlich im Angriff mit und spielte sehr präsent. In der 32. Minute bekamen die Bochumer auch einen Freistoß direkt am Strafraum, dieser brachte aber nichts ein, genau wie die anschließende Ecke. Kurz vor der Pause gab es noch einen Schreckmoment für beide Trainer. Nach einem Zweikampf blieben Fabian und Hajri am Boden liegen. Nach kurzer Behandlung konnten aber beider weitermachen. Der MSV blieb bis zum Halbzeitpfiff weiter gefährlich, konnte aber den Ball nicht mehr im Tor unterbringen.

Die Zuschauer in der Arena sahen eine unterhaltsame erste Halbzeit, der MSV ließ in der Verteidigung nichts zu und schaltete schnell nach vorne. Die Bochumer mussten sich jetzt was einfallen lassen um die zweite Niederlage abzuwenden.

Gäste Trainer Ismail Atalan reagierte und brachte Jannik Bandowski für Johannes Wurtz. Während der Ball wieder rollte machten beide Fangruppen ihre Abneigung gegen den Verband mit einem Wechselgesang deutlich. Atalans Einwechslung trug in der 47. Minute schon Früchte und Bandowski konnte ausgleichen. Aus acht Metern Entfernung landete der Ball im Tor, Mark Flekken war machtlos. Die Bochumer kamen stark aus der Kabine zurück und erhöhten jetzt den Druck auf das Tor von Flekken.

In der 61. Minute reagierte Gruev das erste Mal und nahm Klotz aus dem Spiel, für ihn kam Tugrul Erat. Vier Minuten später kam Kingsley Onuegbu für Simon Brandstetter ins Spiel. Letzte Woche in Dresden wurde der „King“ nicht berücksichtigt, heute soll er sein Glück im Angriff probieren. Atalan wechselte in derselben Minute auch nochmal, Kevin Stöger kam für Robbie Kruse.

Das Unentschieden reicht beiden Mannschaften nicht und sie probieren es weiter in der Offensive. Nach einem Foul von Gerrit Nauber an Thomas Eisfeld bekommt dieser in der 75. Minute die gelbe Karte. Zwischen beiden Mannschaften ging es jetzt hin und her, allerdings sprang keine gefährliche Tormöglichkeit dabei heraus.

Nauber klärte in der 83. Minute gegen Mlapa, der wäre sonst womöglich durch gewesen. Eine Minute später nutze Gruev seinen letzten Wechsel. Andreas Wiegel kam für Cauly Souza in die Begegnung. Die Zebras probierten es hauptsächlich mit hohen Bällen um den King in Szene zu setzen, die Defensive der Bochumer war aber stets auf dem Posten und konnte die Bälle klären. Zwei Minuten gab es als Nachspielzeit noch oben drauf.

Die Fans des MSV peitschen in den letzten Minuten ihr Team nochmal nach vorne damit es mit dem Führungstreffer klappen sollte. Stoppelkamp brachte nochmal eine Ecke rein, die konnte aber geklärt werden. Es sollte aber beim Unentschieden bleiben. Beide Mannschaften können mit dem Punkt sicher gut leben. Die Zebras knüpften an ihre Leistungen aus dem Dresden Spiel an.

Rückkehrer Moritz Stoppelkamp war zufrieden, auch wenn er gerne mit einem Sieg sein erstes Heimspiel abgeschlossen hätte: „Ich denke jeder hat gesehen, dass wir die ersten beiden Spiele richtig gut gespielt haben. Gefühlt sind wir in der Liga schon angekommen, jetzt brauchen wir nur noch einen Sieg. Durch einen Fehler in der Vorwärtsbewegung wurden wir eiskalt erwischt. Die Atmosphäre heute war einfach überragend, super Choreo, riesen Stimmung, hat viel Spaß gemacht. In das nächste Spiel gehen wir genauso positiv wie in den ersten beiden Spielen.“

Am Ende konnten beide Trainer mit dem Unentschieden sehr gut leben. Ilia Gruev lobt seine Jungs für den heutigen Auftritt: "Kompliment an meine Mannschaft, an uns. Wir haben das Derby gelebt und leidenschaftlich gespielt. Gutes Kombispiel aber am Ende hat man gesehen was Bochum für eine enorme Qualität hat. Phasenweise war Bochum gut und dominant. Wir können mit dem Unentschieden leben,ich bin zufrieden weil wir auch gezeigt haben, dass wir vor heimischer Kulisse guten Fußball spielen können. Wie haben mit vier Neuzugängen gespielt und wir haben gesehen, dass wir ein gutes Kollektiv sind. Tashchy hat richtig gut gespielt und ich freue mich, dass er getroffen hat.“

Nächste Woche Montag geht es mit dem Heimspiel in der ersten Runde des DFB Pokals weiter gegen den Ligakonkurrenten vom 1. FC Nürnberg weiter.

Weitere Bilder vom Spiel finden Sie in der Galerie von Hannes Kirchner hier

Autor:

Marcel Faßbender aus Duisburg

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