Spezialambulanz für Kinder im Willibrord-Spital

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Erfahrene Ärzte und Psychologen kümmern sich in der Außenstelle des Sozialpädiatrischen Zentrums Wesel im Willibrord-Spital um die Kinder. Foto: Jörg Terbrüggen

Ein schöneres Geburtstagsgeschenk konnte man der Spezialambulanz für Kinder und Jugendliche gar nicht machen. Denn zur Volljährigkeit kam die Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung, in Emmerich eine Außenstelle eröffnen zu dürfen. Diese befindet sich jetzt im Willibrord-Spital.

Im Jahre 1995 wurde im Marien-Hospital Wesel das SPZ, das Sozialpädiatrische Zentrum, aus der Taufe gehoben. Es handelt sich dabei um eine überregionale Spezialambulanz, die Kinder und Jugendliche in allen Altersstufen betreut. Die besondere Kompetenz dieses Zentrums liegt in Diagnostik, Behandlungsplanung und -koordination sowie in therapeutischen Gruppenangeboten. Ebenfalls wird eine Therapiebegleitung bei erheblichen Entwicklungsauffälligkeiten, chronischen Erkrankungen, Leistungsstörungen und Behinderungen angeboten.
„Wir hatten 1996 in Wesel 700 Behandlungsfälle, die von einem sechsköpfigen Behandlungsteam durchgeführt wurden. Jetzt haben wir 5.000 Fälle - davon sind alleine 1000 aus dieser Region - mit 30 Man Personal“, verriet Chefarzt Dr. Ullrich Raupp. Vermittelt werden die „Patienten“ von den niedergelassenen Kinderärzten. Manchmal seien es aber auch Erzieherinnen, die die Eltern auf Mängel aufmerksam machten. „Wir sind bestrebt, das vollständige Angebot unseres großen Zentrums nach Emmerich zu bringen“, betonte Dr. Raupp. So wird immer ein Arzt und eine Psychologin im Emmericher Willibrord-Spital anwesend sein.

Kinder genau anschauen

„Im Gegensatz zu den Kinderärzten haben wir hier die Zeit, uns die Kinder genau anzuschauen“, bemerkte Dr. med. Stephanie Boßerhoff, leitende Oberärztin für Kinder- und Jugendmedizin am SPZ Niederrhein. Mit im Team sind noch die Oberärztin Dr. Annette Middelkamp und als Psychologin und Familientherapeutin Andrea Meiners. Wichtig ist den Mitarbeitern die ganzheitliche Sicht, die körperliche und seelische Störung, die Reaktion der Umwelt, die eigene Gefühlslage und die sozialen Lebensbedingungen. Die Stärken des Kindes/Jugendlichen und seiner Familie sind dem therapeutischen Team besonders wichtig.
Deshalb arbeiten im SPZ Kinder- und Jugendmedizin, Kinderneurologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychologie, Psychotherapie, Ergotherapie, Heilpädagogik, Physiotherapie, Motopädie, Sprachdiagnostik, Neurophysiologie und Sozialarbeit im Team eng zusammen. Das SPZ ist Ansprech- und Beratungspartner für Ärzte und therapeutische Praxen, Frühförderstellen, Beratungsstellen, Kindertagesstätten, Schulen und soziale Einrichtungen.
Ansprechpartnerin im Sekretariat ist die medizinische Fachangestellte Stephanie Ess. Sie ist unter der Rufnummer 0 28 22/73 16 70 zu erreichen. „Wir sind froh und dankbar, dass wir hier im Willibrord-Spital schnell Platz gefunden haben“, so Dr. Raupp. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Endoskopie wurden dafür bereitgestellt. Sieben Jahre habe man für diese Genehmigung gekämpft.
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