20 Jahre Europaschulen in Essen – wenn das kein Grund zum Feiern ist!

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Europaschulfest 2016, Maria-Wächtler-Gymnasium. (Foto: Gohl)
 
Europaschulfest 2016, Maria-Wächtler-Gymnasium. (Foto: Gohl)

20 Jahre sind seit der Gründung des Vereins Essener Europaschulen vergangen. Mit einer Grundschule, zwei Realschulen, zwei Gesamtschulen, vier Gymnasien und einem Berufskolleg, sind aktuell zehn Schulen Mitglieder des gemeinnützigen Vereins. So lud das Maria-Wächtler-Gymnasium in Essen-Rüttenscheid alle teilnehmenden Schulen ein, einen bunten Reigen an Aktivitäten zu veranstalten und diese den anderen Essener Europaschulen näher zu bringen.

Von Carmen Dluzewski + Gohl (Fotos)

Ingrid Winking, Gesamtkoordination des bilingualen Zweiges und der internationalen Austauschgruppe am Maria-Wächtler-Gymnasium, begrüßte auf dem Schulhof bei strahlendem Sonnenschein die Schüler: „Ich freue mich sehr, dass ihr alle unserer Einladung gefolgt seid und mit euren Beiträgen für ein gelungenes Fest sorgt“.
Gut organisiert ging es los, denn zuerst galt es einmal, hunderte von Schülern nach Schulen zu sortieren. Dafür hielten einige Schüler als Lotsen Schilder in die Höhe, auf denen die Namen der Schulen standen.
Nach kurzer Orientierung gingen die einzelnen Gruppen los, um an den verschiedenen Projekten teilzunehmen.
In Anlehnung an das diesjährige Gastland der Essener Lichtwochen wurde als Thema „Spanien“ gewählt. Passend dazu ertönte lautstark das Lied „Macarena“ und mit einem Tanz, organisiert von einigen Schülerinnen des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Essen-Kettwig, wurde das Fest eröffnet.

Susanne Hermanns, Spanisch- und Englischlehrerin am Maria-Wächtler-Gymnasium, bereitete mit ihrem Team Ausmalbilder des spanischen Malers Picasso vor: „mit dieser Aktion möchten wir erreichen, dass die Kinder Picasso als Genie sehen, der ihnen etwas zu sagen hat“, so Susanne Hermanns. Zahlreiche Kinder nahmen diese Gelegenheit wahr. „Was hat Ketchup mit Physik zu tun?“ Diese Frage konnte Hendrik Wächter aus der 8. Klasse mit seinen Mitschülern beantworten. Sehr interessant! Und dass man Oliven nicht nur essen kann, sondern daraus auch Seife herstellen kann, bewiesen einige Schüler aus dem Bereich Naturwissenschaften.

Mit Trompeten, Klarinetten und Posaunen sorgte die Bläsergruppe des Gymnasiums Überruhr für Stimmung. Mit „Martinillo“, der spanischen Version von Frère Jacque war der Ohrwurm vorprogrammiert. Neben Englisch, Französisch, Latein wird im Gymnasium Überruhr Spanisch und Russisch gelehrt. Eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen war sich einig: „Wir lieben die kulturelle Vielfalt unserer Schule“. Robert Christofor aus der 9. Klasse: „ich freue mich total auf meinen dreimonatigen Aufenthalt in Mexiko. Dort werde ich die britische Schule kennenlernen und natürlich auch den schönsten Strand von Mexiko!“

Das Robert-Schumann-Berufskolleg als einziges Berufskolleg für die Europaschule zertifiziert, ließ sich mit Unterstufenleiterin Höhere Handelsschule, Frauke Gruhn, einen Steckbrief über Spanien einfallen: „die Vorbereitungszeit seit Januar dieses Jahres hat meinen Schülern und mir sehr viel Freude bereitet. Meine Schüler und Schülerinnen waren sehr kreativ und entwickelten ein Puzzle, das nicht so ganz einfach zu legen war“.

Die Helene-Lange-Realschule aus Essen-Steele bereitete mit seinem Spanisch-Kurs Lesezeichen vor. Sorgfältig ausgesuchte Motive des berühmten Architekten Antoni Gaudi, der in Barcelona die Sacrada Familia geplant hatte, konnten ausgemalt und sofort laminiert werden. Gut, dass die Schüler für reichlich Vorlagen gesorgt hatten, so dass jeder, der Lust hatte, an dieser Aktion teilnehmen konnte.

Regina Müller, Englisch- und Religionslehrerin an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen-Schonnebeck ist stolz darauf in die Reihe der Europaschulen aufgenommen worden zu sein. „Meine Schüler haben sich ein wunderbares Foto-Memory mit Spanienmotiven ausgedacht.“ Der Andrang am Tisch des Memory-Spiels war riesengroß.

Am Aktionstisch der Bertha-Krupp-Realschule in Essen-Frohnhausen stand Emanuel Taylor, Schüler der 8. Klasse. „Ich fühle mich an meiner Schule total wohl, die Atmosphäre ist super, alle Lehrer sind nett und das sage ich nicht nur, weil das in die Zeitung kommt“, lacht der sympatische Junge. Mit seinen Mitschülern und Mitschülerinnen hat er in seinem Erdkundekurs ein Strategiespiel über Spanien erarbeitet. Alle Achtung!

Am Stand des Mächengymnasiums Borbeck wurden spanische Märchen vorgestellt. Mit viel Liebe zum Detail wurden mit anschaulichen Bildern kleine Rätselaufgaben gestellt. Mittelstufenleitern Sylvia Danilieva und ihr Kollege Sven Dubro, der Märchentitel in spanischer Sprache auf sein Laptop geladen hatte, können auf ihr Team stolz sein. An Ideen, sich an diesem schönen Fest zu beteiligen, hat es nicht gemangelt.

Nicht zuletzt waren auch die Kleinsten am großen Jubiläumsfest beteiligt.
Schulleiterin der Georgschule in Essen-Heisingen Ute Birkefeld entwickelte mit ihren Grundschülern ein tolles Spanisch-Puzzle. Eine Grundschule als Europaschule? Sind die Kinder nicht noch ein bisschen zu jung, um Sprachen zu lernen? „Oh nein“, erläutert Ute Birkefeld, „wir führen die Kleinen mit Herz und Seele und allen Sinnen an Europa heran. Wir singen, tanzen, kochen und merken immer wieder mit welcher Leichtigkeit die Kinder dabei die neue Sprache langsam erlernen".
Besonders stolz ist die Georgschule auch, dass die ehemalige Comenius-Assistentin Rebeca Inocencio aus Spanien den Unterricht unterstützt. Rebeca Inocencio: „Wir sind alle kleine Europäer – wenn dieses Lied von Rolf Zuckowski von allen Kindern der Schule gesungen wird, geht mir das Herz auf!“
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