Bürgerbus ehrt 400.000sten Fahrgast

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Vorstand, Fahrer und politische Prominenz ehrten Irmgard Zacher, die als 400.000ste Nutzerin in den Kettwiger Bürgerbus einstieg. Foto: Bangert

"Ich bin sehr aufgeregt", sagt Irmgard Zacher aus Ickten am Montag auf dem Bürgermeister-Fiedler-Platz.

Und sie hat allen Grund dazu, denn sie ist der 400.000. Fahrgast des Kettwiger Bürgerbusses. Wenige Minuten zuvor hat ein Fahrer des Vereins Bürgerbus Kettwig sie aus Ickten abgeholt. Vor dem Kettwiger Rathaus warten viele Fahrer, der Vorsitzende des Vereins Wolfgang Orlowski, sein Stellvertreter und Ratsherr Guntmar Kipphardt und der Geschäftsführer Christoph Sterner auf ihren Ehrengast. Und auch die politische Prominenz ist vor Ort: Mathias Hauer, CDU-Bundestagsabgeordneter, Fabian Schrumpf, CDU-Landtagsabgeordneter und Bezirksbürgermeister Dr. Michael Bonmann gratulieren Irmgard Zacher.
"Ich habe nur gute Erfahrungen mit dem Bürgerbus gemacht", erzählt sie nach dem obligaten Fototermin. "Die Fahrer sind alle sehr nett und Hilfsbereit." Die Geehrte nutzt den Bürgerbus seit seinem Betriebsbeginn.
"Der Bürgerbus war in Kettwig sehr umstritten", erinnert sich Kipphardt. "Auch bei der EVAG hat man uns nicht wirklich ernst genommen", ergänzt Orlowski. "Bei der Stadt fürchtete man ein Subventionsgrab", fährt er fort. "Aber es ist anders gekommen. Wir sind nicht nur der erste Bürgerbus in einer Großstadt, sondern auch einer, der ohne staatliche Subventionen auskommt", betont der Vorsitzende. Die seinerzeit von der Stadt gegeben Bürgschaft habe man bis heute nicht in Anspruch nehmen müssen. Und er geht davon aus, das dies auch künftig nicht nötig werde.

Dank an treue Sponsoren

"Das funktioniert aber nur, weil wir viele treue Sponsoren haben, denen ich recht herzlich danke", so Orlowski. Stellvertretend nennt er die Sparkasse, Rewe Lenk als Sponsor der ersten Stunde und die Firma Condor. Die Sponsoren helfen, die hohen Wartungs - und Reparaturkosten aufzubringen. "Gerade der Verschleiß ist bei den Fahrten in den vielen Kettwiger 30er-Zonen höher als als bei Fahrten über Land."
Stolz sind die heute 43 Fahrerinnen und Fahrer auch, dass in den vergangenen 15 Jahren nicht ein Unfall mit Personenschaden passiert ist. "Ja, Blechschäden kommen in den engen Straße schon mal vor", räumt der Vorsitzende ein. "Jeder Fahrer hat einen Außenspiegel frei", sagt er mit einem Schmunzeln im Gesicht.
Täglich sorgen vier Fahrer und ein Fahrdienstleiter für den reibungslosen Betrieb. Inzwischen haben viele Fahrer der zweiten Generation den ehrenamtlichen Dienst für die Bürger übernommen. "Einmal jährlich steht für alle Fahrer ein Gesundheitscheck an", erklärt Orlowski. "Für mich als 75-Jährigen und Fahrer der ersten Stunde ist das nicht immer einfach."
Lob erhält der Verein vom Bezirksbürgermeister: "Es ist schon eine tolle Leistung über 15 Jahre lang so eine Dienstleistung ehrenamtlich zu erbringen", erklärt Dr. Bonmann.
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