Dunkle Jahreszeit: Einbrecher auf Tour

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Gerade in der dunklen Jahrzeit steigt die Gefahr von Einbrüchen an. (Foto: Polizei NRW)

Während der dunklen Jahreszeit steigt die Anzahl von Wohnungseinbrüchen. Doch in diesem Jahr setzt die Polizei mehr Personal ein, um die kriminellen Machenschaften zu unterbinden.

„Wohnungseinbrüche sind ganzjährig ein Thema“, erklärt Bodo Buschhausen, Leiter des Essener Einbruchsdezernates im Gespräch mit dem Kettwig Kurier.
Doch mit Beginn der dunklen Jahreszeiten kämen die „Einbruchsspezialisten“ für diese Jahreszeit in die Städte.

„Wir reagieren auf diese Tatsache mit einem besonderen organisatorischen Aufbau“, sagt Buschhausen. Der sei in den vergangenen Jahren ständig weiterentwickelt worden. „Die Anzahl der festgenommenen Einbrecher ist deswegen gestiegen“, erklärt der Kripomann.

Taktik geändert: Mehr Polizisten


Die Taktik dahinter sei einfach: Täter beoabachten, erkennen und festnehmen.
Nach der tagesaktuellen Analyse und Auswertung der Einbrüche gehe die Polizei gezielt in die Schwerpunktareale. Durch die höhere Manpower würden binnen sehr kurzer Zeit zahlreiche Kontrollstellen aufgebaut, um die Täter zu schnappen.
Zusätzlich unterstützten die Erkenntnisse der Spurensicherung, Täter zu entlarven. Dank der guten Zusammenarbeit vieler bislang getrennt arbeitender Dienststellen erhöhe die Polizei den Druck auf die Langfinger.
Als entscheidenen Faktor gegen Einbrüche nennt Buschhausen eine gute Nachbarschaft. Sie helfe der Polizei, Täter frühzeitig dingfest zu machen. „Dabei ist es wichtig, Informationen über fremde Personen, Fahrzeuge oder auch Geräusche der Polizei mitzuteilen. Niemand muss Angst haben, als Denunziant zu gelten, wenn er zum Telefon greift.“


Es sei besser, einmal zuviel anzurufen. Gerade die zeitnahe Information führe dazu, die Tat zu verhindern oder aber Einbrecher festzunehmen.
Auch das Notieren von Autokennzeichen und das Anfertigen von Personenbeschreibungen nutze der Polizei.
Die Angst vor der Rache der Einbrecher sei völlig unbegründet. „Es gibt keinen einzigen Fall in Essen, dass sich ein Einbrecher an einem Zeugen gerächt hat“, betont Buschhausen.

Reisende Einbrecher


Rund 40 Prozent der Langfinger stammen aus dem Essener Stadtgebiet. Die übrigen seien reisende Einbrecher, die einzeln oder in Banden arbeiteten.
Trotz aller Maßnahmen stieg die Anzahl der Einbrüche im Jahr 2013 auf 2381 (Vorjahr: 2349) jedoch weiter an. Der Wert der erlangten Beute beim Wohnungseinbruchsdiebstahl sank von 7,832 Millionen Euro im Jahr 2012 auf 7,257 Millionen Euro im vergangenen Jahr.
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