Traumhandball im ersten Durchgang

Anzeige
  Essen: Kettwig-Kurier |

Kettwiger Verbandsligist startet nach Maß, ehemalige und aktuelle Handballer feiern gemeinsam


Beim Kettwiger Handball brummte es. Zum Saisonauftakt wurde im THG ein kleines Revival der Handballer und Unterstützer der letzten Jahrzehnte aufgelegt. Besondere Gäste waren die erstaunlich Junggebliebenen der 75er Aufstiegsmannschaft. In und um die Halle herum wimmelte es von neugierigen Kettwigern, die sich ein Bild von der neu aufgestellten Verbandsligatruppe machen und einfach feiern wollten.

Werner Dörnenburg vom Organisationsteam schwärmte über das vielfältige Engagement: „Das Drumherum stimmte. Die Eltern unserer Jugendlichen haben beim Verkauf geholfen, ein Nachwuchs-Trainer gegrillt. Es war eine gute Sache, mit so viel Gästen hätten wir nicht gerechnet.“ Viele Ehemalige bevölkerten die Halle, die Cracks von 1975, Peter Kaminga war eigens aus Trier angereist, waren hellauf begeistert, feierten ihr Wiedersehen und feuerten ihre sportlichen Nachkommen an. Sehr lange nach Spielende hockten sie noch zusammen und zogen dann vergnügt ins Städtchen.

1. Herren gegen TG Cronenberg 30:24

Torschützen: Bing 6, Kaesler 4, Moeller 4, Mühlenhoff 4, Brix 3, Schwarz 3, Gehenio 2, Pfeiffer 2, Orlowski, Röckmann.
In der Vorsaison hatte Kettwig gegen Cronenberg zunächst verloren und im April mit 28:28 die Punkte geteilt. Doch diesmal verlief alles anders. Mit einer furiosen ersten Halbzeit wischte das nun von den Spielertrainern Moritz Brix und Florian Kundt gelenkte Team den Gast aus Wuppertal förmlich von der Platte.
Garanten des Erfolges waren ein gut aufgelegter Torhüter und eine bombensichere Abwehr. Der als Mitfavorit auf den Aufstieg gehandelte Gast wurde an die Wand gespielt, obwohl die Kettwiger zunächst nicht klar kamen mit dem siebten Feldspieler der Cronenberger. Doch Keeper Kundt bekam sofort Zugriff auf die Wuppertaler Würfe, parierte Siebenmeter, gab so der Deckung Sicherheit. Nach einer kurzen Umstellungszeit machten Moritz Brix und Niclas Orlowski hinten dicht, Kettwig zog von 6:6 auf 12:6 davon. Das 17:11 zur Pause spiegelte die Kettwiger Überlegenheit einer mit regelrechtem „Traumhandball“ verwöhnenden ersten Halbzeit nur unzureichend wieder.
Im zweiten Durchgang wurde es sogar ein wenig brenzlig, als Cronenberg auf 17:20 herankam, doch enger wurde es nicht. Ein energischer Zwischenspurt brachte das 26:20, Cronenberg resignierte, mit 30:24 rauschte die Heimmannschaft ins Ziel. Kettwig lag nie zurück, überzeugte mit konsequenter Abwehr und einer variablen Offensive, die gleich zehn Torschützen zu verzeichnen hatte und so nie ausrechenbar war.
Werner Dörnenburg sieht gute Perspektiven für seine Kettwiger: „Wenn wir so weiter spielen, dann können wir unser Ziel erreichen, unter die ersten Drei zu kommen.“ Nun geht es am Samstag, 24. September, um 19.30 Uhr zur SG Langenfeld II. Ein höchst interessantes Team: Die erste Mannschaft spielt in der 3. Liga, es könnten also durchaus junge Langenfelder mit Doppelspielrecht in der Reserve auflaufen.

Lehrgeld gezahlt

Die Damen unterlagen zum Auftakt mit 16:33 gegen die SG Überruhr III. Bis zum Pausenstand von 10:15 sah es noch so aus, als könnte Kettwig halbwegs mithalten, doch nach dem Seitenwechsel setzte sich der haushohe Favorit energisch durch und eilte mit Siebenmeilenstiefeln davon. Die Kettwigerinnen zahlten kräftig Lehrgeld, benötigen nach ihrem sensationellen Aufstieg vermutlich noch einige Zeit, um sich in der Landesliga zurecht zu finden. Allerdings fehlten diesmal noch drei Spielerinnen. Am Sonntagmittag geht es bei der SG Unterrath in Düsseldorf weiter, die ebenfalls zum Auftakt deutlich verlor.

Ebenfalls ohne Fortune waren die 2. Herren, die gegen Fortuna Düsseldorf nicht wirklich eine reelle Chance auf einen Punktgewinn hatten. Schon zur Pause lagen sie mit 8:12 hinten, unterm Strich musste eine 18:25 Niederlage akzeptiert werden. Zwar waren noch nicht alle Leute an Bord, aber eines wurde klar: Die Kettwiger Jungs rund um Trainer Daniel Averbeck dürften vor einer harten Spielzeit stehen, alleiniges Ziel kann nur der Klassenerhalt sein. Beim fast in die Verbandsliga aufgestiegenen ETB Schwarz-Weiss Essen dürften am Sonntagabend die Trauben ganz schön hoch hängen.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.