„Wir werden attackieren!“

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Der neue Mintarder Trainer Ulf Ripke. Foto: Bangert
 
Über Marco Brings sagt sein Trainer Ulf Ripke: „Ein begnadeter Instinktfußballer.“ Foto: Bangert
Essen: Kettwig-Kurier |

Ulf Ripke ist der neue Trainer beim Bezirksligisten DJK Blau-Weiss Mintard

Wie auch in den Vorjahren spielt die DJK Mintard in der Bezirksliga oben mit. Zurzeit ist das Team Dritter, war zwischenzeitlich sogar Tabellenführer. Dennoch trennten sich kurz vor Weihnachten die Wege von Verein und Trainer Fabian Holzmann.

Der Kettwig Kurier unterhielt sich mit dem neuen DJK-Trainer Ulf Ripke. Der 40-jährige ist Inhaber der DFB-Elite-Jugend-Lizenz, möchte 2018 den Lehrgang für die A-Lizenz absolvieren. Seine fußballerischen Wurzeln liegen beim ETB SW Essen. Nach langen Jahren bei der SpVgg Steele war Ripke in Mintard zwei Jahre lang Co-Trainer von Marco Guglielmi. Der Regionalgeschäftsführer einer Krankenkasse war zuletzt Coach beim Ligagefährten SV Burgaltendorf und ist als DFB-Stützpunkttrainer tätig.


Viel Qualität im Kader

Mintard überwintert als Dritter einer sehr stark besetzten Bezirksliga. Wo sehen Sie ihr Team am Saisonende?
Wer in die Landesliga aufsteigen will, braucht das gewisse Quäntchen Glück. Da entscheiden Nuancen, Ausrutscher darf man sich nicht erlauben. Die Konkurrenz ist groß, Burgaltendorf, Winfried Kray, VfB Frohnhausen, Vogelheimer SV, da tummeln sich einige Hochkaräter. Ich kannte die Mannschaft zum größten Teil bereits. So brauchte ich nicht zu zögern, als der sportliche Leiter Roland Henrichs bei mir anklopfte. Es steckt viel Qualität im Kader. Da muss ich mal meinen Vorgänger loben: Fabian Holzmann hat für eine fantastische Ausgangslage gesorgt. Zuletzt hat das Team nicht am Limit gespielt, steht dennoch mit oben. Wenn wir da noch ein paar Prozente rauskitzeln können...

Wie läuft bisher die Wintervorbereitung, alle Mann an Bord?
Ja, und alle machen hervorragend mit. Wir haben schon richtig geschuftet, auch im Wald. Da waren die Beine schwer, daher wohl auch das Ausscheiden bei der Essener Stadtmeisterschaft. Aber auf die Halle hatten wir nicht so viel Wert gelegt, die Meisterschaft war uns da wichtiger.
Wir werden auch eine harte Linie fahren. Das ist für den einen oder anderen Spieler wirklich besser. In meiner Antrittsrede kurz vor Weihnachten habe ich auf jeden Fall sofort die Grenzen abgesteckt. Alle Spieler wollen mitziehen…

Gibt es Abgänge?
Nein.

Möglichkeiten erweitert

Sind neue Spieler an Bord gekommen?
Da ist zunächst Hervé Houndoh, der früher beim Vogelheimer SV in der Landesliga spielte. Er ist sehr schnell, kommt über die Außenbahn. Der zweite Zugang ist ganz frisch, ich freue mich sehr: Steffen Herzog kommt vom FC Kray. Ein 19-jähriger Abwehrrecke. Steffen war in der Niederrheinliga Kapitän der Krayer A-Jugend, hatte Anfragen aus der Oberliga, entschied sich aber für uns. Bisher waren wir in der Innenverteidigung zu eng besetzt. Mit ihm haben wir dieses Problem bewältigt. Wie gesagt, ich freue mich unheimlich auf den Jungen! Auch interne Zugänge greifen wieder an. Tobias Kolb und Marvin Robert sind wieder im Training, damit erweitern wir unsere Möglichkeiten. Eventuell werde ich aber noch den Kader reduzieren, dann bekommt Daniel Molitor Verstärkungen für seine Reserve.

Was ist ihre Spielidee? Worauf können sich die Zuschauer freuen?
Wir haben mit Marco Brings einen begnadeten Instinktfußballer. Marco sieht und findet Lücken, wo gar keine sind. Da wäre ich als Trainer schön blöd, wenn ich ihn nicht als Spielmacher setzen würde. Mit Manuel Schulitz und Mathias Lierhaus haben wir da eine starke Mittelachse. Durch Zugang Houndoh und die Rückkehrer wie Tobias Kolb oder Daniel Litchfield haben wir noch Qualität auf den Außenbahnen dazu gewonnen. Das macht uns unberechenbar. In Mintard kann man in Ruhe arbeiten. Also werde ich in der Vorbereitung austesten, was an taktischen Varianten möglich ist. Auf jeden Fall werden wir Offensivfußball spielen, hoch verteidigen, den Gegner und Druck setzen und attackieren!
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