Überwiegend Konsens auf der „Frieden in Israel und Palästina“ Veranstaltung im Heinz Renner Haus

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Die Linke öffnete ihre Türen zum 25.11.2015 anlässlich einer ganz besonderen Veranstaltung zum Thema Frieden in Israel und Palästina „Die geladenen Gäste waren Dr. Werner Ruf, Friedensforscher und langjähriges Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Friedens und Konfliktforschung, und Uri Kaufmann, promovierter Historiker und Leiter der Alten Synagoge in Essen.

Dr. Rufs Vortrag begann mit einem historischen Überblick auf den Konflikt seit 1948 bis zur heutigen Gegenwart. Uri Kaufmann war es zunächst wichtig zu betonen das man Kritik an der israelischen Regierung üben dürfe, wies jedoch entschieden darauf hin, dass immer wieder Menschen mit verzerrter Wahrnehmung die jüdische Gemeinde in Essen und die Alte Synagoge mit Israel verwechseln. Die alte Synagoge steht seit Jahren unter Polizeischutz, da Sie in der Vergangenheit öfter angegriffen wurde. Die jüdischen Gemeinden in Europa und den USA dürfe nicht in Sippenhaft genommen werden, für die Politik Israels. Dies sei vor allem gegenüber den Jüdinnen und Juden ungerecht, die sich offen und kritisch gegenüber der rechts-konservativen Regierung äußern.

Im Laufe der Diskussion äußerten sich beide Redner positiv zur Einstaatenlösung, in dem Israelis und Palästinenser friedlich miteinander leben könnten, doch beide halten aufgrund der aktuellen Realitäten eine Zweistaatenlösung für sinnvoller. Für dieses Vorhaben müsse nach Meinung Uri Kaufmanns, wirtschaftlicher Druck auf Netanjahu ausgeübt werden, ein genereller Boykott von israelischen Produkten hält er für sinnlos, da durch diese wieder einmal die falschen Menschen sanktioniert werden würden. Dr. Ruf betonte noch einmal die Wichtigkeit des Dialoges mit allen liberalen Kräften und der Opposition in Israel. Beide Redner waren sich einig, dass ein Frieden durchaus möglich und dringend notwendig sei.

Zum Ende der Podiumsdiskussion stellte sich eine interessante Frage heraus: „Wie ist es möglich dass es innerhalb der Linken, Strömungen gibt, die einerseits Kritik äußern gegenüber offen Rechten Regierungen wie in Ungarn, aber anscheinend kein Problem damit haben sich bedingungslos mit der rechten Regierung in Israel zu solidarisieren?“ Wir als Linke sollten weiterhin geschlossen gegen Unterdrückung, Waffenexporte und Militarisierung, stehen.

„Die Linke dankt beiden Referenten für die Teilnahme und entspannte Diskussionsatmosphäre, die in einem Punkt ohne Kompromisse von allen geteilt wurde: Wir brauchen Frieden und das so schnell wie möglich, bevor es zu spät ist“, so die Kreissprecherin Sonja Neuhaus.
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