Sportgemeinschaft Heisingen hält Wort und holt Bronze

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5 Mal Bronze für Heisingen (rechts) mit Mareike Jochem, Gina Sibila, Svea Streckert, Lisa Rohde und Lea Köstering (Foto: Bart Treuren - www.rhoenrad-dtb.de)
 
Gina Sibila in der Luft (Foto: Bart Treuren - www.rhoenrad-dtb.de)
Bei den 41. Deutschen Vereins-Mannschafts-Meisterschaften im Rhönradturnen wurde für fünf Turnerinnen der Sportgemeinschaft Heisingen am vergangenen Wochenende in Würzburg ein Märchen wahr. Nachdem die Mannschaft um Erfolgstrainerin Stefanie Jochem mit dem 2. Platz bei den Norddeutschen Meisterschaften in Essen die Fahrkarte zu den Deutschen Rhönrad-Meisterschaften lösen konnte, war das Team hochmotiviert und mit dem unbändigen Willen unbedingt aufs Treppchen zu kommen nach Würzburg gereist. Bronze war das erklärte Ziel.
Das Team wurde auf dem Weg dorthin auch nicht alleine gelassen, denn die Sportgemeinschaft hatte eigens einen Bus gemietet, um mit treuen und begeisterten Fans aus dem Verein die Mannschaft zu unterstützen.
Die verschärften Trainingseinheiten in den letzten Wochen nach der Qualifikation, das Schwitzen, Powern und Fiebern hatte sich gelohnt, denn die Mannschaft schaffte es tatsächlich hinter den starken Turnerinnen und Turnern des Bayer 04 Leverkusen und der Mannschaft des SV Taunusstein-Neuhof die Bronze-Medaille, sogar noch mit einem satten Vorsprung vor dem Viertplatzierten, zu erturnen.
Mit der letzten Übung in der Musikkür sicherte WM-Teilnehmer Marcel Schawo dem TSV Bayer 04 Leverkusen den Titelgewinn im Mannschaftswettbewerb, mit dem zuvor wohl keiner mehr gerechnet hatte. Die Leverkusener hatten kurz vor dem Wettkampf noch den verletzungsbedingten Ausfall ihrer mehrfachen Weltmeisterin Riccarda Vogel zu beklagen. Dennoch konnten sie sich mit 59,80 Punkten deutlich durchzusetzen.
Für einen spannungsreichen Abend sorgte die zweitplatzierte Mannschaft aus Taunusstein-Neuhof. Der SV Neuhof lag nach fünf von sechs Disziplinen mit lediglich 0,3 Punkten hinter dem TSV Bayer 04 noch in Schlagdistanz. Doch am Ende reichte es dann nur für die Silbermedaille mit 58,05 Punkten.
Rang drei ging an die Sportgemeinschaft Essen-Heisingen mit 54,80 Punkten in der Gesamtwertung. Vor den abschließenden Musikküren hatten Gina Sibila im Sprung, Mareike Jochem und Svea Streckert in der Spirale und Lisa Rohde in der Geradekür bereits den dritten Platz erobert. Lea Köstering legte dann in die Ersten von zwei Musikküren ihre ganze Grazie, Kraft und Eleganz. Sie konnte zwar damit den Abstand zum Zweitplatzierten nicht verringern, baute jedoch den Vorsprung vor dem Verfolgerteam aus. Alle mitgereisten Fans fieberten dann mit Svea Streckert, die die nervliche Belastungsprobe jedoch vorbildlich meisterte und mit einer leidenschaftsvollen Musikkür die grandiosen Mannschaftsleitungen aller Turnerinnen vervollständigte und die Medaillen in Bronze nach Heisingen holte.
„Wahnsinn!“ kommentierte auch Vereinsvorsitzender Fritz Lauer das Ergebnis. “Nach dem 4. Platz im Vorjahr, haben wir zwar schon ein wenig auf Bronze gehofft. Aber dieses Ziel dann auch gegen diese starke Konkurrenz zu erreichen und damit ein wenig Vereins- und auch Stadtgeschichte zu schreiben, ist das Ergebnis der zielgerichteten Trainingsarbeit von Turnerinnen und Trainerinnen in unserem Verein. Wir sind schon mächtig stolz auf unsere Mädels und freuen uns darüber, in Deutschland und auch international im Rhönradturnen ganz vorne mitmischen zu können,“ kommentierte der zufriedene Vereinsvorsitzende weiter.
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