Führungsstark in alle Richtungen

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  Essen: Haus der Technik | Rund 140 Gäste informierten sich im Essener Haus der Technik wie sie Mitarbeiter, Chefs und Kollegen richtig führen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Von den Besten profitieren" hatte Unternehmen Erfolg den Professional Speaker und Bestsellerautor Alexander Groth eingeladen, um das Auditorium fit zu machen für beruflichen Erfolg und schnelle Karriere. Gut 90 Minuten referierte Groth wie man Menschen führt und schneller als die Mitbewerber Karriere macht. Er verfolgte dabei den Ansatz eines 360-Grad-Managements, bei dem Selbstführung, Mitarbeiterführung, Kollegenführung und die Führung des Chefs gleichermaßen in Angriff genommen werden. In seinem motivierenden Vortrag gab Groth den Gästen neue Impulse für das Berufsleben.

Zu Beginn seines Vortrags widmete sich Alexander Groth der Selbstführung und dem Umgang mit Mitarbeitern. Dabei empfahl er stärkenorientierte Führung. Statt alles ein wenig zu können und Energie und Zeit in das Erreichen des Mittelmaßes zu verschwenden, sollten Mitarbeiter und ihre Chefs versuchen vorhandene Stärken auszubauen. Stärken schulen statt Defizite sei der bessere Ansatz, so Groth, dessen Vortrag mit zahlreichen Cartoons von Thomas Plaßmann untermalt wurde. Mit Geschichten wie der „Schule der Tiere“, in denen Aal, Adler und Eichhörnchen das Laufen, Schwimmen und Fliegen lernen müssen, sorgten für Unterhaltung und Aufmerksamkeit. Spätestens nach dem Abschluss der Schulzeit und der dort angestrebten Vermittlung von Allgemeinbildung sei Spezialistenwissen wichtiger. Gemeinsam mit dem Publikum erarbeitete der Dozent, was Stärken und Schwächen ausmacht und erinnerte daran, dass ein fehlendes Talent nur dann eine Schwäche ist, wenn es im Alltag negative Folgen hat.

Groth berichtete, dass jeder Mensch über bis zum 18. Lebensjahr gefestigte Wahrnehmungs-, Denk- und Verhaltensmuster verfügt. Während der eine schnell Kontakte knüpfen kann, weil er in jeder Situation oder Person schöne Eigenschaften entdeckt, hat ein anderer ganz unterschiedliche Begabungen. Im Alltag fällt es vielen Menschen schwer ihre Talente zu benennen. Viel einfach sei die Entdeckung von Schwächen, deren Auftreten in der Regel mit starken Emotionen verbunden sei. Führungskräften empfahl Groth sich Zeit für die Beobachtung der Stärken ihrer Mitarbeiter zu nehmen und die nötige Reflektionszeit zu investieren. Anhand eines summenden Kreisels erklärte er wie sich im Laufe des Tages immer mehr Impulse und Denkanstöße sammeln, sodass die für Reflektionen nötige innere Ruhe am besten am frühen Morgen zu finden sei.

Im Umgang mit Kollegen regte Groth an auf die Grundeinstellung „Win-Win“ umzuschalten und stets zu überlegen, was man zum beiderseitigen Nutzen beitragen kann. Wer hingegen auf den Verlust des anderen hinarbeite, könne sich bald nur noch freuen, wenn ihm selbst weniger Schaden entstünde als dem vermeintlichen Gegner. Die bessere Wahl sei die bestmögliche Kooperation, die oft zu Beginn nur von einer Seite ausgeht. Während des Abends informierte Groth zudem über den richtigen Umgang mit Netzwerken. Er empfahl mit wenigen, sympathischen Menschen intensiv Kontakt zu pflegen und bekannte selbst weniger als zehn Kontakte in seinem Netzwerk zu haben. Innerhalb eines Netzwerks gelte es kleine Gesten der Aufmerksamkeit einzubringen. So solle man zum Geburtstag anrufen, sich an die Namen von Kindern oder Fußballbegeisterung erinnern und auf diese zurückkommen und durch Erreichbarkeit und Großzügigkeit punkten.

Spannendstes Thema des Abends war für viele Teilnehmer der richtige Umgang mit dem eigenen Chef. Alexander Groth empfahl an der inneren Einstellung zu arbeiten und Chef oder Chefin die nötige Akzeptanz entgegenzubringen. Dazu regte er an, sich zwei Minuten einzureden eine sonst unsympathische Person zu mögen und ein Gespräch so in positive Bahnen zu lenken. Mikrobewegungen des Gesichts würden jedem Chef eine eventuelle Antipathie signalisieren und so die Kommunikation erschweren. Daneben sei es wichtig die eigene Kompetenz aktiv zu vermarkten. Bescheidenheit sei nur im Privatleben eine Zier und im Berufsleben „dämlich“. Clevere Mitarbeiter würden dafür sorgen, dass der Chef regelmäßig Positives über sie erfährt und im Gespräch nicht mit Problemen aufwarten sondern mit Problemlösungen und Vorschlägen.
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