Essen: 3. Ruhrgebietskongress zur Kinder- und Jugendgesundheit im "Hotel Franz"

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NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (3.v.r.) und Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (2.v.r.) eröffneten im Kreise der Experten den 3. Ruhrgebietskongress zur Kinder- und Jugendgesundheit im "Hotel Franz". Foto: Lukas

Wie gesund kann der Nachwuchs hier im "Revier" aufwachsen? Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft beschäftigten sich über 240 Fachleute am heutigen Samstag mit diesem Thema im "Hotel Franz" am Essener Franz Sales Haus.

Schirmherrin: Hannelore Kraft

Erneut veranstaltet von der MedEcon Ruhr (Netzwerk der Gesundheitswirtschaft an der Ruhr) ging es um den regionalen Austausch zwischen Gesundheitsexperten und Institutionen aus Gesundheitsversorgung, Bildungswesen, Jugendhilfe und Wohlfahrt.
Im Plenum wurde über künftige Schwerpunkte einer lokal vernetzten und sozial eingebetteten Gesundheitsförderung und -versorgung von Kindern und Jugendlichen diskutiert. Themenfelder waren u.a. der Ausbau des Kinderschutzes und der Umgang mit chronischen Erkrankungen.
Zudem wurden die Auswirkungen der Flüchtlingssituation auf die gesundheitliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen von Prof. Dr. med. Michael Paulussen (Ärztlicher Direktor der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln, Universität Witten / Herdecke) aufgezeigt und dann diskutiert.
Oberbürgermeister Thomas Kufen verkürzte sein Grußwort, um der Diskussion mehr Platz einzuräumen. Er unterstrich den Stellenwert Essens als Medizinstandort Nummer 1 im Revier und lobte das "Hotel Franz" als Veranstaltungsort für gelebte Inklusion. Kufen erläuterte aber auch besorgt, dass in Essen jedes dritte Kind in Hartz 4-Verhältnissen aufwachse und so oftmals Bildungsferne und auch mangelnde Gesundheitsvorsorge als Problematiken auftauchen.
Genau dieser Thematik nimmt sich seit 2010 NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft unter dem Motto "Kein Kind zurücklassen" an. Sie unterstrich, dass die Gesundheit der Kinder in großem Maße von ihren Lebensumständen abhängt und ihr deshalb das Vorbeugen wichtiger sei als das spätere "Reparieren" von komplizierten Krankheitsbildern. Laut Kraft soll das Angebot der Kinderambulanzen weiter gefördert werden, außerdem rief sie die Fachleute auf, den Erfahrungsaustausch mit den Städten zu suchen: "Medizinische Untersuchungen sollten in kommunale Präventionsprogramme aufgenommen werden."
Nicht nur der SPD-Bundestagsabgeordnete und Gesundheitsexperte Dirk Heidenblut zog ein positives Fazit zum Kongress: "Unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin beschäftigten sich mehr als 240 Fachteilnehmer mit der aktuellen Situation, vor allen Dingen aber auch mit Zukunftsperspektiven für die Gesundheit von Kindern- und Jugendlichen hier im Revier - ein starkes Zeichen, das von Essen ausgeht."
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