Rennsteig - ein "Super" Marathon

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Von Kultlauf berichten Svenja und Dennis John vom TC Kray

Svenja und Dennis John fuhren am vergangenen Wochenende nach Thüringen, um den Rennsteig laufenderweise zu erkunden. Damit sich die Anreise auch lohnt, haben sich die beiden den Supermarathon mit einer Länge von 72,7 Kilometern ausgesucht. Um 3 Uhr klingelte der Wecker, damit die beiden auch pünktlich um kurz nach 4 Uhr den Shuttle-Bus von Oberhof nach Eisenach erwischten. Eine Stunde Busfahrt stand an und verging relativ flott. Auf dem Marktplatz in Eisenach angekommen traf man auch schon einige bekannte Gesichter, so dass man sich mit Gesprächen über diverse Läufe und die bevorstehenden Stunden die Zeit vertreiben konnte. Die Startnummern wurden schon freitags abgeholt, damit nichts schief gehen konnte.
Pünktlich um sechs ertönte der Startschuss und gut 2.000 Läufer setzten sich in Bewegung, um sich auf die lange Strecke zu machen. Die ersten Kilometer gehen durch eine enge Gasse, über Strassen und hinein in den Wald. Es geht auch recht früh bergan. Daher ist es am Anfang recht voll und der Lauf stockt immer wieder. Es dauert eine Zeit, bis man seinen Rhythmus frei laufen kann. Aber es gab für die beiden keine Eile. Nach den letzten Wochen und den bevorstehenden Läufen, war ankommen das Ziel. Das Wetter war gut und de Strecke nach wie vor sehr schön. Nur die Steigungen hatten beide erfolgreich verdrängt. Es war klar, dass es bis zum Inselsberg bei Kilometer 25 hinaufgehen würde - aber, dass es gefühlt permanent (!) bergauf ging, war nicht mehr ganz so präsent. Dafür ging es danach dann ordentlich bergab, sodass beide hinunter zum VP bei km 27 flogen. Die Verpflegung bei dem Lauf ist einfach top. Neben dem berühmten "Schleim" gibt es immer Obst und meist auch Brote mit Schmalz oder Käse. Zur Halbzeit gibt es sogar Bockwürstchen - man sieht: es könnte auch eine positive Energiebilanz am Ende stehen. Mit dem Inselsberg war aber der höchste Punkt noch nicht erreicht. Es ging weiter stetig - mal mehr, mal weniger - bergauf und bergab. So wechselten die beiden zwischen Laufschritt und Gehen und kamen mit dieser Kombination ganz gut voran. Bei Kilometer 55 erreichten die beiden den "Grenzadler" in Oberhof. Hier gab es einen VP, der gleichzeitig das Ziel der langen Wanderung und eine offizielle Ausstiegsmöglichkeit für den Supermarathon war. Die Ferienwohnung der beiden lag nur 20 Gehminuten entfernt. Aber das war keine Option - denn in Eisenach lagen ja noch die Taschen, die wieder abgeholt werden wollten. Der Anstieg zum höchsten Punkt folgte zwar direkt, aber die letzten 18 Kilometer nahmen die beiden frisch gestärkt auch noch in Angriff. Es ging wieder bergauf. Der Anstieg zum "Großen Beerberg" begann. Bis dahin waren es noch 7 Kilometer. Als Bestätigung, dass man wirklich oben angekommen ist, gibt es auch ein Schild mit der Angabe von 980 Meter über N.N. Wir hatten es also geschafft. Die restlichen 11 Kilometer sind kein Kinderspiel, aber bergab läuft es sich doch immer etwas leichter. Und das "bergab" sollte auf dem letzten Teilstück überhand haben. Es blieb beim stetigen Wechsel aus gehen und laufen - nur bergab wäre ja dann doch zu einfach. Und damit der Spaß zum Schluss nicht zu kurz kommt, fing es ca. 5 Kilometer vor Schluss auch noch an zu regnen. Aber das konnte den beiden auch nichts mehr anhaben. Die Temperaturen waren gut, so dass es nicht zu kalt wurde. Die letzten Kilometer gingen tendenziell bergab, sodass die beiden es noch mal gut "rollen" lassen konnten. Und pünktlich zum Zieleinlauf nach 10:11 Std. war es auch wieder trocken, sodass Svenja und Dennis glücklich zusammen ins Ziel einliefen.
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