Holsterhausen: Ausgezeichnete Gesamtschüler

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Gruppenbild mit Schulleitung: Schüler des Klimarates der GS Holsterhausen.
Essen: Gesamtschule Holsterhausen |

Sie sind nicht nur engagiert, sie sind sogar ausgezeichnet: Die Schülerinnen und Schüler des Klimarates der Gesamtschule Holsterhausen erhielten jetzt im Rahmen des Bundesumweltwettbewerbes „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“ einen mit 500 Euro dotierten Sonderpreis vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

„Wir hätten nicht im Traum daran gedacht, dass sich alles so entwickeln würde“, sind sich Schulleiterin Ulrike Pelikan und Lehrerin Christine Seitz von der Gesamtschule Holsterhausen einig. Vor sechs Jahren entstanden aus der Idee heraus, an der Schule eine Klimakonferenz zu veranstalten, Folgeprojekte, die für die Schüler des Klimarates bis hin zum Sonderpreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung führten.

Im Jahre 2008 besuchten Schüler der Gesamtschule Holsterhausen eine städtische Klimakonferenz, setzten sich mit Umweltthemen auseinander und beschlossen kurz darauf: Das können und wollen wir auch - an unserer Schule!
Der Grundstein an der Agendaschule, die sich als Motto „Taten statt Warten“ auf die Fahnen schreibt, war schnell gelegt und schon ein Jahr später entsandte jeweils eine Klasse 3 Schüler als Klimabotschafter zur ersten Klimakonferenz der Schule. 110 Teilnehmer waren dabei. Im Anschluß tauchte die Frage auf, wie die vielen Aktivitäten, die aus der Konferenz entstanden, zu bündeln seien. So gründete sich an der Schule ein Klimarat.
Mittlerweile ist an der Gesamtschule Holsterhausen die sechste Klimakonferenz in Planung und wird von den Schülern selbst organisiert. Sogar die Jüngsten aus den Klassen 5 bis 7 können dabei bereits mitmachen.
„Ein Thema einbringen kann jeder“, erklären die Schüler. Thematisch steht jede Konferenz unter einem eigenen Schwerpunkt. „Fairtrade - Unsere Zukunft, unsere Fairantwortung“, lautete das Thema der letzten. Bis hin zum Plakatentwurf stammt alles aus Schülerhand.
Jan Lemke ist heute im 9. Jahrgang und bereits seit Klasse sechs Mitglied im Klimarat. Die Umwelt liegt im sehr am Herzen und er ist ein begeisterter und versierter Redner in dieser Sache: „Wir müssen das schützen, was wir haben und in der Zukunft leben“, betont er. Mitschüler Niklas Proske stimmt ihm zu: „Wir dürfen die Welt nicht zerstören und müssen selbst dafür sorgen, dass etwas geschieht!“

"Wir dürfen die Welt nicht zerstören"


Ideen haben die Jugendlichen in dieser Hinsicht jede Menge und auch ein werbewirksamer Auftritt für ihr Anliegen fällt ihnen nicht schwer. Ob es Tim Bendzkos „Nur mal kurz die Welt retten“ ist oder in Anlehnung an James Bond: „Die Welt gibt‘s nur einmal“...
Derzeit laufen in Zusammenarbeit mit der Naturschutzjugend (NAJU) Essen/ Mülheim, die die Voßgätters Mühle in Borbeck für Treffen zur Verfügung stellt, die Vorbereitungen für die nächste Klimakonferenz am 29. Januar 2015.
Persönlich stecken alle Schüler des Klimarates tief in der Thematik drin. Lara Büning, 11. Jahrgang, möchte später Lehrerin für Biologie und Deutsch werden, Niklas fährt täglich mit dem Rad zur Schule und auch in seiner Familie spielt Umwelt- und Ressourcenschutz seit jeher eine wichtige Rolle.
„Es ist schon faszinierend, wie selbstständig die Gruppe mittlerweile arbeitet“, berichtet die fachbegleitende Lehrerin Christine Selz und Ulrike Pelikan pflichtet ihr bei: „Von Schülern für Schüler selbst organisiert!“
Nicht nur das Wochenende bei der NAJU wurde selbst geplant, auch sonst geht viel freie Zeit nach der Schule für einzelne Projekte drauf. „Aber es lohnt sich“, sind sich alle einig.
So viel Engagement über Jahre wurde kürzlich mit einem Sonderpreis im Rahmen des Bundesumweltwettbewerbes „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“ belohnt. Das Bundesumweltministerium für Bildung und Forschung verlieh den Schülerinnen und Schülern des Klimarates den mit 500 Euro dotierten Preis für ihr Klimakonferenz-Konzept, das sie bereits im Juni der Jury präsentiert hatten.
„Das Preisgeld wird vom Klimarat verwaltet und für weitere Aktivitäten - vor allem auch die nächste Klimakonferenz im Januar - verwendet“, so Schulleiterin Ulrike Pelikan.
Aktuell beschäftigt sich der Klimarat unter anderem mit Umweltverschmutzung durch Plastik im Meer. Die Themen - so bleibt zu befürchten - werden den Schülern wohl so schnell nicht ausgehen ...
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