Obst pflücken ausdrücklich erlaubt

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Kinder und Erzieherinnen aus dem Kindergarten St. Hubertus sowie Vertreter aus Politik sowie von innogy feierten den neuen Gemeinschaftsgarten vor der Umspannanlage am Nekesweg in Bergerhausen.

Eigentlich hätten schon mehr Obstgehölze vor der Umspannanlage am Nekesweg stehen sollen, doch aufgrund des Regens war der Boden zu nass gewesen, und die Pflanzung wurde verschoben - auf den Tag der offiziellen Präsentation. Deshalb wurde der neue Gemeinschaftsgarten in Bergerhausen nicht nur vorgestellt, sondern gleichzeitig bepflanzt.

Endlich mal kein erster Spatenstich, bei dem der Spaten nur fürs Foto in die Erde gesteckt wird. Vielmehr waren Gärtner eifrig dabei, Apfel- und Birnbäume, Stachel- und Johannisbeeren zu setzen, während die Vertreter von innogy das Projekt präsentierten.

Am Nekesweg 6 - 14 erstreckt sich eine Wiese entlang des Umspanngebäudes. Zwischen Wand und Bürgersteig war sie bisher eine Art Nicht-Ort, den man weder als Anwohner noch als Passant sonderlich wahrnahm. Das soll sich ändern.
"Hier können Nachbarn und Kinder Obst pflücken und gesunde Energie tanken", erklärt Petra Kox, Kommunalbetreuerin bei innogy. Das Unternehmen, welches die Umspannanlage betreibt, stellt nicht nur die Fläche und stiftet die Bepflanzung. Man will auch die Anwohner in die Pflege des Gemeinschaftsgartens einbeziehen.
Die Kleinen aus dem benachbarten Kindergarten St. Hubertus etwa dürfen nicht nur Obst essen, wenn es denn erst reif ist, sondern erfahren unter Anleitung auch einiges über die Sorten und ihren Wachstumsprozess. Jede Obstsorte wird auf einem Schild erklärt.
"Das ist eine echte Aufwertung des Stadtteils", sagt Bezirksbürgermeister Gerhard Barnscheidt zu dem Projekt. Rund um die Obstgehölze und die ihnen vorgepflanzten Ahornbäume wird Wildblumensamen eingesät. Wenn die Wiese genug Sonne bekommt, wird nicht nur ihr buntes Farbenspiel die Anwohner erfreuen. Es heißt ausdrücklich: Blumen pflücken erlaubt.
Viel Pflege benötigt die Fläche nicht. Dass sie nicht zu wenig erhält, dafür will Sabine Schneider sorgen. Die Bewohnerin aus der Nachbarschaft betreut, wie sie berichtet, seit 17 Jahren als Patin den nur wenige Meter entfernten Spielplatz an der Elzstraße und will verhindern, dass es Essens neuestem Gemeinschaftsgarten so ergeht wie manchen anderen in der Stadt. Die verwildern bereits wieder.
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2 Kommentare
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 24.11.2016 | 08:23  
Sabine Pfeffer aus Essen-Süd | 24.11.2016 | 17:52  
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