18-Jähriger aus Pulheim unterstützt Philippinisches Rotes Kreuz

Vinzent Rosenau ist im philippinischen Krisengebiet und hilft dort rund um die Uhr den Opfern des verheerenden Taifuns Haiyan

Eigentlich war Vinzent Rosenau (18) nach seinem Abitur auf die Philippinen geflogen, um als Freiwilliger ein Jahr lang in einem Waisenhaus zu helfen. Doch dann kam für den ausgebildeten DRK-Rettungshelfer und aktiven Wasserwachtler alles ganz anders. Seit der Taifun Haiyan über das Land hinwegfegte, ist er fast ununterbrochen für das Philippinische Rote Kreuz (PRC) im Einsatz.

Schon nach dem Erdbeben vor zwei Monaten hatte er die Helfer des PRC auf Cebu in seiner freien Zeit unterstützt. So half er beim Hilfsgütertransport auf die Nachbarinsel Bohol, wo die philippinische Schwestergesellschaft ein Zeltkrankenhaus betrieb. Die neu hereingebrochene Naturkatastrophe aber fordert ihn ganz. „Ich war von Montagmorgen 6 Uhr bis Dienstag 22 Uhr nur mit dem PCR unterwegs“, berichtet er. „Wir registrierten Patienten, transportierten Schwangere, Verletzte und alte Menschen mit Rettungswagen in die umliegenden Krankenhäuser.“ So erhielt er auch einen Eindruck von der verheerenden Lage: „Das Gebiet im Norden der Insel ist größtenteils zerstört – eingestürzte Häuser, zerstörte Straßen. Die Menschen hier brauchen Hilfe!“

Aufgrund dieser entsetzlichen Lage hat das Waisenhaus, in dem sich Vinzent Rosenau als Freiwilliger engagiert, ihn für die Rettungsarbeiten freigestellt. Und obwohl der Einsatz den jungen Rotkreuzler fast rund um die Uhr beansprucht, ist er mit Leib und Seele dabei. So schrieb er: „Ich bin gerade auf Mactan in einem Internetcafé. Ab 19 Uhr Ortszeit werde ich wieder für das PRC unterwegs sein und die Nachtschicht auf einem Ambulanzwagen besetzen.“

Haiyan gilt als der schwerste Wirbelsturm auf den Philippinen innerhalb der vergangenen 30 Jahre. Mehr als 700 000 Menschen in 22 Provinzen mussten ihre Häuser in Küstengebieten oder anderen gefährdeten Regionen verlassen. Das Deutsche Rote Kreuz stellt dringend benötigte Hilfsgüter für die vom Taifun betroffenen Menschen bereit. Währenddessen versorgen Rotkreuzhelfer wie Vinzent Rosenau vor Ort die Taifun-Opfer mit Nahrungsmitteln, Wasser und Hygieneartikeln, leisten Erste Hilfe, unterstützen die Suche nach Vermissten und vieles mehr.

Kürzlich startete ein gemeinsamer Hilfsflug von THW und Deutschem Rotem Kreuz in das von Taifun „Haiyan“ betroffene Gebiet. An Bord waren rund 70 Tonnen Hilfsgüter für die notleidende Bevölkerung, darunter Zelte, Kochsets, Hygieneartikel und Plastikplanen des DRK sowie eine Anlage zur Trinkwasseraufbereitung, ein Labor zur Wasseranalyse und Werkzeug. Weitere Hilfen sind geplant, hierfür ruft das DRK dringend zu Spenden auf unter:

Spendenkonto: 41 41 41
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 370 205 00
Stichwort: Wirbelsturm.

Neben einmaligen Spenden braucht das Rote Kreuz auch regelmäßige Unterstützer, um seine vielfältigen Aufgaben wahrnehmen zu können. Starker Partner des DRK in NRW ist Westlotto. Das Rote Kreuz wird über das Land NRW mit Geldern der Westlotto-Glücksspielprodukte gefördert.
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