GeoPark Ruhrgebiet

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Unterwegs auf der GeoRoute Ruhr

Das war ein bemerkenswertes Thema am letzten Dienstag in der Aula des Gymnasiums Werden. Eingeladen hatte der Geschichts- und Kulturverein, wie stets in Kooperation mit dem Bürgerverein, zu einer geotouristischen Wanderung auf der GeoRoute Ruhr. Dr. Volker Wrede, Mitarbeiter beim Geologischen Dienst NRW und Vorsitzender des Vereins GeoPark Ruhrgebiet e.V., vermittelte mit seinem Referat einmal einen anderen Blick auf unsere Region. Da ging es um die Karbonzeit, eine Epoche der Geschichte unserer Erde vor 350 Millionen Jahren, und die Spuren, die sie hinterlassen hat. Da ging es um das Ruhrtal vor der Kultivierung durch die Menschen, die vor tausenden von Jahren damit begannen. Stets wurden dabei die Instrumente der Geologie, der Wissenschaft vom Aufbau unserer Erde, genutzt. Vor dem eigentlichen wissenschaftlichen Spaziergang stellte der Referent das GeoPark-Konzept vor, das auf eine Anregung der UN in den 90er Jahren zurückgeht. Ziel ist es, bei der Erschließung der Bodenschätze das geologische Naturerbe zu schützen, und auch einen behutsamen Geotourismus zu etablieren. Allein in Deutschland gibt es inzwischen 15 GeoParks, wobei der im Jahre 2004 eröffnete Ruhrgebiet-Park eine besondere Rolle spielt. Er ist weniger ein besonderer Touristik-Bereich als vielmehr ein Rohstoff-Land, nicht nur mit Kohle, sondern auch mit Erzen, Salz und Sole. Das Gebiet des Geo-Parks Ruhr deckt sich übrigens fast völlig mit dem Gebiet des RVR Regional-Verband Ruhr. Der Verein hat derzeit 180 Mitglieder. Alle relevanten Verbände und Organisationen, aber auch viele Einzelpersonen, sind vertreten. Die Pflege der Geotope, die Aufstellung von Info-Tafeln an besonderen Objekten (hier ist auch unser Bürgerverein aktiv), die Entwicklung eines behutsamen Tourismus - das sind die Aufgaben, die sich dieser Verein gestellt hat. Der 185 km lange, durchweg ausgeschilderte Weg von Mülheim bis Schwerte, erfasst über 140 Objekte, von denen Wrede nur einige wenige, in Nachbarschaft zu Werden, bildlich vorstellen konnte. Schöne Bilder - aber, ehrlich gesagt, erst direkt vor dem Objekt stehend, beginnt es zu sprechen, gibt es seine Informationen frei. Da hilft nichts, da muss man selbst hin und schauen. Eine Broschüre mit dem Titel GeoRoute Ruhr, zum Preis von € 9,90, die soeben fertig geworden ist, kann dabei von Nutzen sein. Und ein Museum auf dem Gebiet der früheren Zeche Nachtigal in Witten, das der Verein im Oktober 2014 eröffnet hat, lohnt ebenfalls einen Besuch. Die Zuhörer dankten dem Referenten mit herzlichem Applaus.

Siegfried Rhein
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