Kliniken gehen getrennte Wege

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Was 1998 als ökumenische Zusammenarbeit begann, findet 2013 ein jähes Ende: die Klinken Essen-Süd gehen zukünftig getrennte Wege. Intensive Gespräche mit potenziellen Partnern wurden bereits geführt, um für jedes Krankenhaus den Standort insgesamt zu erhalten.


Für die Gesellschafter der beiden Krankenhäuser hat der Erhalt der medizinischen Versorgung am Standort in Werden absolute Priorität.
Sie sind sich allerdings einig, dass nur durch die Zusammenarbeit mit anderen Partnern der Fortbestand der beiden Häuser in bestmöglicher Weise gesichert werden kann. Beide Krankenhäuser werden in ihrem jeweiligen konfessionellen Bereich neue Partnerschaften und Kooperationen eingehen.
Der bestehenden Kooperationsvertrag in seiner heutigen Form wird nun schrittweise aufgehoben. Intensive Gespräche mit potenziellen Partnern wurden bereits geführt, um für jedes Krankenhaus den Standort insgesamt zu erhalten.
Für die Gesellschafter der beiden Krankenhäuser hat der Erhalt der medizinischen Versorgung am Standort in Werden absolute Priorität. Vor diesem Hintergrund hat die K+D mehrheitlich die Geschäftsanteile des St. Josef Krankenhauses Essen Werden in der Jahresmitte 2012 übernommen und sich nach eigenen Angaben finanziell stark engagiert. Als mögliche Partner werden das Elisabethkrankenhaus in Huttrop oder die katholischen Kliniken Ruhrhalbinsel aus Kupferdreh, die erst kürzlich mit der Heidhauser Fachklinik Kamillushaus fusionierten, gehandelt.
Partner für das Evangelische Krankenhaus Essen-Werden sollen die beiden anderen Krankenhäuser werden, die von der Evangelischen Kirche in Essen getragen werden: Das Knappschaftskrankenhaus in Steele und das Evangelische Huyssensstift in Huttrop. Zusammen bilden diese beiden Krankenhäuser die „Kliniken Essen-Mitte“.

Klinikstandort soll gestärkt und ausgebaut werden

Der Kirchenkreis Essen hat großes Interesse am Erhalt der drei Krankenhausstandorte für die evangelische Krankenhausarbeit. In Werden sollen keine Fächer aufgegeben werden. Ein wichtiger Baustein in diesen Überlegungen ist die bewährte Partnerschaft mit dem Universitätsklinikum im Bereich der Orthopädie, die erhalten und ausgebaut wird.
Beide Seiten sind davon überzeugt, den Klinikstandort Werden zu stärken und auszubauen, um nachhaltig die medizinische Versorgung in Werden für die Bevölkerung sicherzustellen.

Ob das gelingen wird, hängt sicherlich auch von der zukünftigen Ausrichtung und Spezialisierung beider Häuser ab. Für die sich sorgende Belegschaft bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen ihrer Beteuerung, den Standort Werden zu sichern, nun auch Taten folgen lassen.
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