BAL: Schlachthof besser kontrollieren - Ehrenpflicht der Menschen gegenüber Tieren

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Die Bürgerliche Alternative im Rat der Stadt Essen
Aktuelle PM zum Haushaltsantrag
BAL: Schlachthof besser kontrollieren - Ehrenpflicht der Menschen gegenüber Tieren
Die Bürgerliche Alternative im Rat der Stadt Essen beantragt für die kommende Ratssitzung eine Verschärfung der Kontrolle des Essener Schlachthofes unter Tierschutzaspekten.
Die Verschärfung der Kontrolle soll durch das Vorschreiben einer verbindlichen und durchgehenden Videoüberwachung erfolgen, die das Entladen der Tiere und sämtliche Stationen bis hin zur Betäubung und Schlachtung dokumentiert.
Ein unabhängiges Kontrollorgan soll regelmäßig Zugang zu den Videobändern haben und stichprobenartig Kontrollen durchführen.
Die Bestimmung des unabhängigen Kontrollorgans sowie der Einzelheiten des Kontrollvorgangs soll im Fachausschuss OPO gemeinsam von Politik und Verwaltung erfolgen. Hierbei wird die Beratung des Tierschutzvereins Groß-Essen e.V. eingeholt. Die Zahl der Kontrollen der fachgerechten Betäubung und Tötung der Schlachthoftiere durch die Amtstierärztin/den Amtstierarzt wird erhöht entlang der Empfehlung des unabhängigen Kontrollorgans.

Nach Einschätzung des NRW-Umweltministers Remmel sowie des Landestierschutzver-bandes Nordrhein-Westfalen ist knapp ein Drittel der Bolzenschüsse allein bei zur Schlachtung vorgeführter Rinder in Schlachthöfen fehlerhaft und unwirksam. Dies bedeutet, dass lebende Tiere dem Schlachtvorgang zugeführt werden, oder wie die Albert- Schweitzer-Stiftung formuliert, Tiere sind „noch bei Bewusstsein, wenn sie in die Schlachtung gelangen“.

Betroffen sind davon allein in NRW geschätzt über 200.000 Tiere jährlich. Diese Zahl wurde seitens des Landestierschutzverbandes hochgerechnet aus der Zahl kontrollierter Schädel von Schlachttieren. Kontrolliert wurde dabei, ob die Schädel tatsächlich ein vollständiges Schädelloch durch final und damit tödlich durchgeführten Bolzenschuss aufwiesen.

"Dieser Zustand ist unter Tierschutzaspekten unhaltbar," mahnt BAL-Sprecherin Elisabeth van Heesch-Orgass nachdrücklich. "Tiere sind fühlende Mitkreaturen. Solange aufgrund des faktischen, wenn auch für Umwelt und Menschengesundheit schädlichen großen Umfangs des Fleischkonsums in dieser Gesellschaft der Betrieb von Schlachthöfen mit Massentierschlachtungen aufrechterhalten bleibt, sind die Betreiber von Schlachthöfen in einer entsprechenden besonderen Verantwortung", fordern die Bürgerlich Alternativen.
Mit einer Verstärkung der Überwachungen wird dem Tierschutz gedient, es wird die Möglichkeit geschaffen, Fehlerquellen im ‚Schlachtungs- und Tötungsprocedere’ zulasten der Tiere zu beseitigen.
"Die Vorstellung geduldeter oder auch nur fahrlässig hingenommener Lebendschlachtungen von Tieren, d.h. der Schlachtvorgang mit schmerzvollsten körperlichen Eingriffen beginnt, während das Tier noch bei Bewusstsein ist, und damit schlimmste Qualen und Todesangst erleidet, sollte für jede/jeden unerträglich sein," betont BAL-Ratsherr Marco Trauten .
Der gezielte Einsatz von durch Schlachthof-Gebühren erlangten Mittel insbesondere auch zugunsten der Tiere sollte eine Ehrenpflicht sein.
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