35 Jahre alter Rekord geknackt

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Die Werdenerin Amelie Dierke wurde NRW-Meisterin über 100 und 200 Meter. Foto: WTB

Amelie Dierke führt die Leichtathleten des Werdener Turnerbunds zu Bestleistungen

Die Leichtathletik-Abteilung des Werdener Turnerbundes mit 320 Mitgliedern legt ihr Hauptaugenmerk zunächst auf den Breitensport. Zwei ganz frische NRW-Titel und ein neuer Stadtrekord zeigen, dass Leistungswille belohnt wird.

Nach einer verletzungsbedingt eingeschränkten Saison zeigt sich Amelie Dierke (U 18) bei den NRW-Meisterschaften gerade noch rechtzeitig fit für die Anfang August anstehenden Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm.

Rekord aus dem Jahre 1982

Amelie war die erfolgreichste Essener Teilnehmerin bei den Wettbewerben der Klassen U20, U18 und U16 in Bochum-Wattenscheid. Am ersten Tag standen die 100 Meter auf dem Programm. Sicher und mit Handbremse gewann die WTBlerin ihren Vorlauf und qualifizierte sich damit für das Finale. Dort holte sie nach 12,04 Sekunden (Einstellung der persönlichen Bestzeit) sich den NRW–Titel. Zum zweiten Mal in dieser Saison hatte sie allerdings Pech, dass der Wind den angepeilten Einstieg in den Elferbereich zunichtemachte. Vielleicht klappt es demnächst bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm. Am Sonntag ging Amelie Dierke als Favoritin bei ihrer Paradestrecke über 200 Meter an den Start. Im Ziel war sie fünf Hundertstel Sekunde schneller als bisher in dieser Saison. Nach 24,38 Sekunden gab es den zweiten NRW-Titel für die flinke Werdenerin. Mit dieser Zeit verbesserte sie nicht nur ihren eigenen Jugendstadtrekord, sondern verbesserte auch den „uralten“ Essener Frauenstadtrekord, der seit 35 Jahren Bestand hatte. Die bisherige Bestmarke war 1982 von Jutta Stöckmann gelaufen worden. Zum Vergleich: Der Deutsche Rekord in 21,71 Sekunden wurde 1979 von Marita Koch in Karl-Marx-Stadt aufgestellt.

Erhebliche Fortschritte

Auch die anderen WTBler konnten mit erfreulichen Platzierungen auf ihre erheblichen Fortschritte aufmerksam machen. Es gab einen neuen Vereinsrekord! Clemens Schermayer (M 14) ging bei seinen ersten NRW-Meisterschaften über 800 Meter an den Start. In diesem extrem schnellen Rennen, gleich neun der Teilnehmer stellten persönliche Bestzeiten auf, ging der Werdener unerschrocken mit. Dieser Mut wurde belohnt. Clemens durfte sich über einen zehnten Platz freuen, noch mehr beeindruckte seine tolle Bestzeit von 2:13,98 Minuten, die ihm eine Verbesserung von sage und schreibe drei Sekunden brachte. Marie Otten (W15) verbesserte sich im Dreisprung auf 9,94 Meter und wurde Elfte. Jannis Jesse und Joshua Rehlinghaus (beide U 18) verfehlten im Dreisprung ihre Bestmarken knapp und belegten mit 11,88 Metern sowie 11,26 Metern die Plätze zehn und dreizehn.
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