Immer noch die Nase vorn

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Das 9:0 über Frohnhausen demonstrierte die Angriffswucht der C-Junioren. Foto: Bangert
 
Die C-Junioren waren ihrem Gegner in allen Belangen überlegen. Foto: Bangert

Die Spiele der Werdener Jugendfußballer standen nicht alle unter günstigen Sternen

Während die A- und B-Junioren spielfrei hatten, mussten die anderen Teams teilweise arg geschwächt um Punkte spielen. Besonders groß war die Not bei U17 Mädchen und D-Junioren.

Die Partie der A-Junioren beim FSV Kettwig musste auf den 9. Februar verschoben werden, da der dortige Ascheplatz einen unbespielbaren Mix aus gefrorenem Boden mit angetauter, rutschiger Matschdecke präsentierte. Nicht viel besser sah das Geläuf an der Hagenbecker Bahn aus, sodass die Partie der B-Junioren beim FC Alanya ebenfalls ausfallen musste. Daheim im Löwental waren beste Bedingungen zu bestaunen. Die C-Junioren überrollten den VfB Frohnhausen mit 9:0 Toren. Ioannis Bekas klärte mit einem Doppelschlag sofort die Fronten, Niclas Wessel erhöhte. Nach dem Seitenwechsel hatte der Gast kaum noch Luft zum Durchatmen, wurde ständig unter Druck gesetzt. Für die Mannschaft von Trainer Pascal Duisken trafen nun Paul Bauer, Julian Hoppe, Max Lehr und drei weitere Male Niclas Wessel, der mit nun 23 Treffern souverän die Torjägerliste anführt. Der SC bleibt Dritter der Leistungsklasse, bei der ESG II sind drei weitere Zähler eingeplant.

„Ein Riesenkompliment“

Ohne etliche Stammspieler mussten die D-Junioren beim SC Phönix antreten. Verstärkt durch drei Spieler der D2, schlug sich die Rumpftruppe jedoch besser als erwartet. Das 1:0 für den Dritten der Leistungsklasse hätte mit ein wenig mehr Geschicklichkeit vermieden werden können. Auch hätte der Schiedsrichter die dem Tor vorausgehende Abseitsposition sehen müssen. Im weiteren Verlauf konnten die SCler einige gute Chancen zum Ausgleich nicht nutzen, so dass es mit 0:1 in die Pause ging. Mit viel Mut und Selbstbewusstsein kam Werden aus der Kabine. Der Lohn für dieses forsche Auftreten folgte, als Jason Wefers mit einem wunderschönen direkt verwandelten Freistoß zum verdienten 1:1 ausgleichen konnte. Eigentlich hatten sich schon alle auf eine Punkteteilung eingestellt, als der Schiedsrichter wieder einmal entscheidend ins Spiel eingriff. Der Ball ging ins Toraus, der Unparteiische entschied mit eindeutigem Handzeichen auf Abstoß, änderte jedoch plötzlich seine Meinung und sprach den Gastgebern den Ball zu. Dieser Eckstoß führte kurz vor Schluss zum unverdienten 2:1 für Phönix. Trainer Dietmar Munsch sah dennoch das Positive: „Ein Riesenkompliment an die stark geschwächte Mannschaft, die einen wirklich tollen Kampf und ein prima Spiel gezeigt hat. Tausend Dank an die Spieler der D2, die heute ausgeholfen haben!“ Das Spiel der D2 musste übrigens aufgrund der vielen Krankheitsfälle abgesagt werden. Der SC ist inzwischen Achter, nun kommt der direkte Verfolger ESC Preußen ins Löwental.

Perfekter Auftakt

Ein perfekter Auftakt im neuen Jahr gelang den U13 Mädchen. Das Trainingslager in der der Sportschule Wedau zeigte Wirkung, mit einem 2:0 Erfolg startete die U13 ins Fußballjahr 2017. Gegen den TuSEM waren die SC-Mädchen von Anfang an das bestimmende Team und ließen nichts zu. Clara Budde stellte eine regelrecht unüberwindliche „Wand“ in der Abwehr dar, flankte in der 20. Minute auf Greta Grüning, die der Torhüterin beim 1:0 keine Chance ließ. In der zweiten Halbzeit sorgte wieder eine präzise Flanke für die Entscheidung. Die spielfreudige aufgelegte Hannah Saalbach leitete mit ihrer Hereingabe das 2:0 durch Greta Grüning ein.
Trainer Roland Vorholt frohlockte: „Insgesamt eine sehr gute und geschlossene Mannschaftsleistung. Man sieht, dass die positive Entwicklung nach der Winterpause nicht ins Stocken geraten ist, sondern weiter voranschreitet.“ Selbst der Tabellensechste Rot-Weiss Essen ist nur noch drei Punkte entfernt. Zum letzten Spiel der Hinrunde spielen die Löwentalerinnen beim punktlosen Schlusslicht Stoppenberg.

Pech im Spitzenspiel

Großes Pech hatten die U17 Mädchen gegen den direkten Verfolger SF Niederwenigern. Während die Gäste komplett und fast ausschließlich mit dem älteren Jahrgang auflaufen konnten, mussten es die SC-Trainer Markus Graf und Ralf Zuschlag mit einer deutlich jüngeren Mannschaft versuchen. Ines Seeliger und besonders die verletzte Torjägerin Jule Kuhnt fehlten doch sehr, Gina Dittmann und Julia Lauenburger aus der U15 halfen aus. Das Spitzenspiel war auf beiden Seiten geprägt von vielen Ballverlusten und planlos nach vorne geschlagenen Bällen. Trotzdem ergaben sich etliche Torchancen, doch beide Torhüterinnen zeigten sich als guter Rückhalt. Dann fiel aus heiterem Himmel das 0:1, als bei einem abseitsverdächtigem Konter der Ball so unglücklich abgefälscht wurde, dass er ins Werdener Tor segelte. Direkt nach Wiederanpfiff erzielte Gina Dittmann den Ausgleich, alles war wieder offen. Dem SC fehlte das Glück, Anna Funk traf die Latte, Emily Stockter scheiterte am Pfosten. Besser machten es die Gäste, die einen der seltenen Konter zum 1:2 nutzten. Zum Ende hin mussten sich die ausgepumpten SC-Mädchen geschlagen geben, die dünne Personaldecke forderte ihren Tribut. Die körperlich stärkeren Gäste konnten noch auf 3:1 erhöhen. Trotz dieser zweiten Saisonniederlage haben die Löwentalerinnen bei Punktgleichheit aufgrund des besseren Torverhältnisses immer noch die Nase vorn. Jetzt geht es zum Achtplatzieren TuSEM.
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