Jacobsallee holt das Triple

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Tradition: Die Heckerschülerinnen schafften es bisher immer ins Endspiel. Foto: Archiv
 
Turnierorganisator Dr. Thomas Albrecht hatte spannende Paarungen ausgelost. Foto: Archiv

Das sechste Werdener Grundschul-Fußballturnier war noch spannender als seine Vorgänger


Bei der sechsten Austragung sorgte das Fußballturnier der Werdener Grundschulen um die von der Buchhandlung für Kinder "schmitz junior" gestifteten Pokale für noch mehr Spannung als bisher. Bis zur letzten Sekunde waren die Entscheidungen offen, schon in der Vorrunde ging es äußerst eng zu.

Ausgerichtet vom Förderverein der Heckerschule, unter fachkundiger Leitung durch Dr. Thomas Albrecht, bestens unterstützt durch unzählige Helfer, wurde die sechste Austragung des beliebten Turniers ein Krimi sondergleichen. Zum sechsten Mal kreuzten Mädchen und Jungen der vier Werdener Grundschulen die Klingen, die alten Plakate von 2011 erinnerten an den Ursprung, das Turnier entsprang einer fruchtbaren Partnerschaft von Heckerschule und SC Werden-Heidhausen. Das Drumherum im Löwental stimmte, ein tolles Angebot an Speisen und Getränken, das Spielmobil mit stattlicher Hüpfburg, alles war bereit zum großen Vergleich der Werdener Fußball-Asse. Schnell wurde klar, dass es noch hochklassiger und extrem spannend werden würde. Turnierorganisator Dr. Thomas Albrecht begrüßte die Gäste in der vollbesetzten Halle, hatte im Spielplan so manchen heißen Vergleich eingeplant.

Foto-Finish

Zum Auftakt kickten die Mädchen, hier zeichnete sich früh ein mögliches Endspiel ab, die Spielerinnen der Heckerschule und ihre Heidhauser Altersgenossinnen siegten deutlich. Im direkten Vergleich führte die Jacobsallee, der Gegner setzte einen Freistoß an den Pfosten, die Halle stöhnte. Besser machte es die Freistoßschützin auf der Gegenseite, letztlich war mit der Schule an der Jacobsallee nach drei 2:0 Vorrundensiegen ein klarer Favorit ausgemacht.
Bei den Jungen dagegen musste ein Foto-Finish entscheiden. Die Gastgeber spielten eine unglückliche Rolle, verloren zweimal knapp und waren damit aus dem Rennen. Die Fischlaker Schule dominierte zunächst, schien sicherer Finalist. Doch gegen die Ludgerusschule wackelten die Nerven. Das 0:1 war noch „nur“ ein Betriebsunfall, doch als Jan zum umjubelten 2:0 für die in Grün gekleideten Jungs von der Kellerstraße traf, konnte Trainer Peter Schürmann ausgelassen jubeln: „Finale, oho!“

Blauhemden mussten zittern

Die Fischlaker Blauhemden dagegen mussten zittern, den Ausgang des letzten Vorrundenspiels abwarten. Hier traf die Heckerschule auf ihre Heidhauser Kollegen. Schnell lag der Hausherr zurück, konnte aber mit einem Traumtor in den Winkel ausgleichen. Prompt schlug die Jacobsallee zurück, mit einem ebenso schönen Treffer. Zwei Minuten vor dem Abpfiff lenkte ein in Orange gekleideter Akteur das Leder artistisch zum 3:1 ins Netz, das Endspiel war zum Greifen nah. „10, 9, 8, 7…“ Die Halle zählte lautstark die letzten Sekunden herunter, ein Heckerschüler hatte die große Chance, Heidhausen wäre bei einem 3:2 aus dem Rennen gewesen, aber der Ball verpasste um Zentimeter sein Ziel. Geschafft, zum, dritten Mal in Folge erreichten die jungen Herren der Schule an der Jacobsallee das Finale.

Wütende Angriffe

Die Endspiele standen an, Kinderbeauftragte Tanja Schmitz und Jugendbeauftragte Daniela Rittkowski hatten Spielbälle für die Teams überreicht, Bezirksbürgermeister Dr. Michael Bonmann ließ aus dem wohlverdienten Urlaub grüßen.
Die Kickerinnen von der Jacobsallee hatten die Vorrunde fast nach Belieben dominiert, doch irgendwie war plötzlich der Wurm drin, die technisch sehr gewandten Mädchen von der Urbachstraße waren flinker und trafen zur großen Freude ihrer Fans. Wütende Angriffe der Heidhauserinnen verpufften, die Zeit lief ab, mit dem Schlusspfiff gelang das 2:0, zum zweiten Mal nach dem Triumph 2012 holten sich die Heckerschülerinnen den Titel. Die in Weiß gewandeten Mädchen schafften es mit beeindruckender Konstanz, bisher immer das Endspiel zu erreichen.

Ultimativer Showdown

Ähnliches gilt für die Jungen von der Jacobsallee, die nur bei der ersten Austragung 2011 das Finale verpasst hatten. Die Herren der Schöpfung machen es schon fast traditionell spannend, nur 2013 und 2015 musste nicht ein Siebenmeterschießen entscheiden. Es kam also wieder zum ultimativen Showdown, nachdem die Ludgerusschule in Führung gegangen war, aber drei Minuten vor dem Ende durch einen unhaltbaren Weitschuss den Ausgleich hatte hinnehmen müssen. Vom Punkt jagte die Jacobsallee drüber, Jan traf in den Winkel und brachte die Ludgerusschule in Front. Der Ausgleich fiel durch Leon, der nächste Ball ging daneben. Nach dem 2:1 durch Jonas wurde es dramatisch. Der Ball zappelte zum vermeintlichen 2:2 im Netz, doch der Schiedsrichter hatte noch gar angepfiffen. Die Wiederholung landete in den Armen des Keepers, die Schule an der Jacobsallee bejubelte das Triple.
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