Kanu-Polo Europameisterschaften in Essen - Dreimal Gold und einmal Bronze für Deutschland

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  Essen: Baldeneysee | Bei den Kanu-Polo Europameisterschaften vom 26.-30. August 2015 auf dem Essener Baldeneysee gewannen die vier deutschen Mannschaften dreimal Gold und einmal Bronze. Deutschland setzte sich in hart umkämpften Finalspielen am Sonntagnachmittag in der Klasse der Herren, der Damen und der U21-Damen erfolgreich durch. Die U21 der Herren gewann die Bronzemedaille.

Im kleinen Finale um Bronze am späten Vormittag gewannen die deutschen U21 Herren gegen Großbritannien mit 3:2. Das Spiel war lange Zeit ausgeglichen. Erst in der neunten Minute fiel das erste Tor der Partie für Großbritannien. Im direkten Gegenzug folgte allerdings schon der Ausgleich zum 1:1 durch Mario Küppers, mit dem die Teams in die Pause gingen. Die erste deutsche Führung machte dann in der 16. Minute Louis Prescher klar. Fast postwendend fiel aber wieder der Ausgleich für die Briten. Den Schlusspunkt zum Sieg des deutschen Teams setzte dann Tim Riecke in der 19. Minute. „Das ist zwar ein versöhnliches Ende, aber insgesamt war schon mehr drin“, meinte Holger Diederich abschließend. „Wir waren in der Vorrunde ungeschlagen, dann will man auch ins Finale kommen.“

U21 Damen halten dem Druck stand

Den ersten Titel der Europameisterschaft holte die U21-Damen Mannschaft. Das Team von Trainer Marc Uhlmann steigerte sich immer besser ins Turnier herein und spielte im Finale gegen Polen auf höchstem Leistungsniveau. Am Ende gewann Deutschland in einem hart umkämpften Match mit 2:1. Während beide Teams in der ersten Halbzeit unnötige Fehler vermeiden wollten und diese torlos endete, ging es in der zweiten Halbzeit auf und ab. Den ersten Treffer markierte Charlotte Dörfler in der 12. Minute. Allerdings konnten die Polinnen im direkten Gegenzug ausgleichen und hatten fortan das Spielgeschehen in der Hand. Eine wahre Abwehrschlacht entbrannte auf deutscher Seite. Doch nach einem klug vorgetragenen Angriff ging Deutschland durch das Tor von Nathalie Herrmann in der 15. Minute in Führung gehen. Die letzten fünf Minuten folgte ein Angriff der Polinnen nach dem anderen. In dieser Zeit wuchs die Abwehr angeführt von den beiden Torfrauen Emily Bildat und Nathalie Hermann, die sich immer wieder geschickt abwechselten, über sich heraus. Marc Uhlmann, U21 Damentrainer meinte anschließend: „Das war die beste Leistung im wichtigsten Spiel. Ich bin mega glücklich. Wir haben dem Druck standgehalten. Ein besonderes Lob an unsere Abwehr. Emily und Nathalie haben den Kasten so gut verteidigt. Das war heute der Schlüssel zum Erfolg.“

Damenteam holt zweites Gold

Das Damenteam ging mit hohem Erwartungsdruck in die Partie gegen Frankreich. In einem Finalspiel der zwei besten Kanu-Polomannschaften weltweit wollte kein Team zurückstecken. Doch den besseren Start erwischte das deutsche Team mit zwei Treffern durch Tonie Lenz und Caroline Sinsel (1. und 5.). Frankreich stellte früh auf Mann-Mann-Deckung um und konnte in der achten Minute den Anschlusstreffer markieren. Kurz vor der Pause erhöhte Leonie Wagner jedoch auf einen zunächst beruhigenden Pausenstand von 3:1. Nach der Pause gelang den Französinnen der Anschlusstreffer nach einem sehr umstrittenen Penalty für Frankreich. Das deutsche Team ließ sich allerdings nicht zu sehr schocken und erhöhte im direkten Gegenzug auf 4:2 durch Caroline Sinsel (16.). Das Spiel wurde nochmals kampfbetonter. nach starken Konter der Equipe Tricolore stand es 4:3. Die letzten beiden Minuten waren ein offener Schlagabtausch. Zwei Tore für Deutschland durch Elena Gilles und Fabienne Thöle und ein weiteres Tor durch Frankreich bedeuteten den Endstand von 6:4 für Deutschland.
Lars Wolf: Ich bin überglücklich, dass sich ein Jahr Arbeit gelohnt hat. Die Mädels haben sich so intensiv vorbereitet und die Erwartungen waren ja schon hoch. In einem kampfbetonten Spiel haben wir uns die Chancen super herausgearbeitet. Das war eine echte Teamleistung.“ Das unterstrich auch Spielführerin Elena Gilles. „Wir haben in einem tollen Spiel auch richtig gut gespielt. Ich liebe es, wenn es Mann gegen Mann geht und intensive Zweikämpfe geführt werden. Das kam uns entgegen.“

Herren gewinnen mit Golden Goal

Im Endspiel der deutschen Herren gegen Italien kam der Gastgeber zu seinem dritten Europameistertitel. Das Match war jedoch lange offen. Beide Teams versuchten möglichst in der Abwehr keine Fehler zu zulassen. Daher trafen sowohl Deutschland als auch Italien jeweils nur einmal. Das erste Tor im Finale schossen die Italiener in der fünften Minute durch Pagano. Zwei Minuten später glich Deutschland zum 1:1 aus. Das deutsche Tor konnte der Hannoveraner Fiete Junge in der 7. Minute erzielen. Das Unentschieden hatte bis zum Schluss der regulären Spielzeit Bestand, da sich beide Teams keine groben Schnitzer mehr leisteten. Danach sollte das Golden Goal entscheiden. Optimal eingeleitet durch die beiden deutschen Center fand Jonas Vieren die Lücke in der Abwehr und traf zum 2:1 Sieg gegen Italien.
Herrentrainer Björn Wende meinte danach: „Das Team war heute unglaublich gut. Sie haben es so stark und so erfahren heruntergespielt. Wir haben uns vorher noch mal genau ihre Fahrwege angesehen und im Spiel geschafft ihren besten Spieler Bellini fast komplett auszuschalten. Die Abwehr hat zusammengehalten. Im Abschluss vorne haben wir uns zwar etwas zurückgehalten, aber dann das entscheidende Tor gemacht.“

„Dreimal Gold und einmal Bronze zeigt, wie dominant Deutschland im Kanu-Polo ist“ meinte DKV-Präsident Thomas Konietzko nach der Siegerehrung. „Wir haben hier in Essen nicht nur Kanu-Polo auf allerhöchstem Niveau sehen können, besonders freut mich, dass wir vor komplett gefüllten Zuschauerrängen die Menschen begeistern konnten. Die Fans haben hier für eine Stimmung gesorgt, wie man sie nur selten erlebt.“
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