Max Raabe: Musikalische Reise in die 1920er

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Gastierte an zwei Tagen in Essen: Max Raabe & Palastorchester.Foto: Frank Eidel

Max Raabe und das von ihm gemeinsam mit Freunden vor nunmehr 30 Jahren gegründete Palastorchester können auf eine lange Erfolgsgeschichte zurückblicken. Nun gaben sie sich einmal mehr die Ehre und gastierten mit zwei Konzerten im Essener Colosseum.

Max Raabes musikalische Wurzeln liegen in Lünen, mitten in NRW. In einem Kirchen-Kinderchor und in der Kantorei seines Internats entdeckte er seine Liebe zur Musik, studierte später in Berlin und ließ sich zum staatlich geprüften Opernsänger ausbilden.
Mit seinen Liedern im Stil der 1920er Jahre wurde er berühmt und bereist damit die Welt: 2005 trat er erstmals in der New Yorker Carnegie Hall auf, 2010 war er auf Tour durch Israel.
Ein musikalisches Erlebnis erster Güte wurde auch den Besuchern der beiden Essener Konzerte geboten: Jeder Ton saß perfekt, jede humoristische Anmerkung oder Einlage war stimmig, selbst das Bühnenbild und die Beleuchtung fügten sich als wichtige Elemente in die Gesamtkomposition der Aufführung "Eine Nacht in Berlin" ein.
Neben bekannten Klassikern, die Geschichten von einem kleinen grünen Kaktus und aus der Bar zum Krokodil am Nil erzählen, wurden auch neue Lieder wie "Für Frauen ist das kein Problem" und "Küssen kann man nicht alleine", entstanden in Zusammenarbeit mit Annette Humpe, gekonnt vorgetragen. Gelungen auch sein neuester Hit "Du passt auf mich auf".
Die begnadeten Musiker des Palastorchesters sind dabei nicht "nur" Orchester, sondern begeistern mit zahlreichen Soli und unterhaltsamen Einlagen.
Unterm Strich also ein wahrlich gelungener Abend, bevor das Publikum dann mit einem Schlaflied in die kalte Oktober-Nacht entlassen wurde.

Weitere Konzerte: 23. November, Aachen; 25. und 26. April, Dortmund.
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Sybille Weber aus Essen-Steele | 25.10.2016 | 18:20  
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