Allbau bringt Altendorfer aus dem Häuschen

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Wow, da steckt Wissenswertes drin:"Leben beim Allbau" eine bravouröse Broschüre, die es in sich hat - zeigt Annette Giesen, Allbau Sozialmanagerin (2. v. re.) mit Mitstreitern. Foto: Schattberg
 
Nur Mut! Ihnen wird geholfen...Eine Welt ohne Buchstaben...Von re. Meike Altenkamp VHS Essen; Martin - schaffte Lesen und Schreiben; Tim Henning, Projekt-Leiter. Foto: Schattberg

Bombiges Frühlingsfest – mit Einzigartigem!

Dicke Wolken huschen am Himmel. Ab und zu lugt die Sonne neugierig runter. Was sich da auf dem Ehrenzeller Platz abspielt, ist sensationell. Vor lauter Begeisterung springen gar Erwachsene ins Seil. Sehr gefragt ist Annette Giesen, Allbau Sozialmanagerin. Mit Dieter Remy, Kommunikationsleiter, tüftelten sie Magnete für ein „anderes“ Frühlings-Fest. Remy ist plötzlich verhindert; Minnedienst. Giesen geht fremd. Der Reihe nach...

Der achtjährige Jan „vertreibt“ die Erwachsenen Dzevad und Nicole aus dem schlagenden Seil. Er will rein. Springt, hüpft, strahlt. Wie war’s? „Toll“. Warum? „Das erste Mal. Man muss immer hoch springen. Ist gut für die Knochen, damit kann man sich trainieren. Spüre, dass ich das schaffen kann.“
„Hopp!“ Schon schwingen Dzevad mit Nicole, von der Diakonie, das Seil. Haben Spaß in den Backen. „Heute machen viele Kinder mit. Wir sind das ganze Jahr hier wenn es warm ist; dienstags, donnerstags." Blick schweift über den Platz: "Hammer!“
Annette Giesen schmiegt sich an den pelzigen Albert; sie geht fremd mit einem Eichhörnchen! Das Maskottchen war bereits beim Allbau-Weihnachtszauber Big-Blickfang.
Jetzt genießt eine Mädchengruppe aus der benachbarten Wohnsiedlung, Mitzmannweg, eine ungeheure Beifall-Begeisterung! "Bombig“, staunt Giesen. „Die fragten mich: Dürfen wir beim Fest mitmachen? Gerne! Wie die hier auf dem Platz tanzen ist viel schöner als auf einer Bühne.“
Die Powerfrau fächert die Stände auf: Alevitische Gemeinde, Alianza mit Eine-Welt-Laden, Blickpunkt, Gemeinde Maria Himmelfahrt, Team Erziehungshilfe - Team Freizeit, Allbau Kinder-Rollen-Rutsche und Heißer Draht, AWO Kita mit fit in den Frühling-Parcour; Alfa Mobil mit verschiedenen Angeboten zur Sprachförderung und für Menschen die noch nicht Lesen und Schreiben können...“
Vorarbeit zum Fest ist das A und O. „ Allbau hat 1400 Wohnungen in Altendorf. Wohnen hört nicht an der Wohnungstür auf. Viele Leute, die neu gekommen sind, trauen sich nicht raus. Alteingesessene denken, die Neuen sehen alle gefährlich aus mit den langen Bärten. Deshalb schaffen wir hier Gelegenheit, zum Kennenlernen...“
Ab zum Alfa Mobil. Trauen sich Leute hin? Tim Henning, Projekt-Leiter, bestätigt: „Wir haben permanent Gespräche. Vermitteln, beraten Erwachsene mit Lese- und Schreibschwäche. Wir fahren mit dem Mobil durch ganz Deutschland, sind jeden Tag woanders.“
Meike Altenkamp bestellte das Alfa-Mobil. „Ich leite in der VHS den Bereich Alphabetisierung für Deutschsprachige. Mit dem MGH Frohnhausen haben wir einen offenen Lerntreff.“ Kerstin Schnepper, Projektassistentin, weiß: „Der nächste Schritt lohnt sich, besser Lesen und Schreiben zu lernen.“
Martin ist selbst betroffen. „Ich bin schon ein alter Hase. Mit 23 Jahren klappte kaum Lesen, Schreiben bei mir.“ Der 43-Jährige ist ein sympathischer Vorzeigetyp. „Mein Lesen und Schreiben ist wesentlich besser geworden.“

Maria Hicking sen. hat am Stand „Kleinen Markt“ alles im Blick; übrigens, eine Nebenstelle der Lebensmittel-Ausgabe der Essener Tafel. „Wichtig ist, dass Leute sich hier treffen, was Neues hören, Gemeinschaft pflegen. Wir haben Gutes aus der Küche: Knäckebrot mit Dinkel, duftende Waffeln, Vanille-Küsschen, Mandel-Hügel...Was wir einnehmen, kommt unserer nächsten Weihnachts-Aktion für Kinder zugute. Wir packen Tüten für Lebensmitteln...“

Ratz Fatz in alle Besucher-Hände ist „Leben beim Allbau“. Die Sozial-Managerin stolz: „Wir entwickelten diese Broschüre in sechs Sprachen, übersetzt in Sprachen der Leute, die hier am meisten verbreitet sind. Darin erklären wir viele einfache Sachen u. a. wie man sich in der Wohnung verhält - wie Heizen, Lüften, Wäsche waschen und trocknen klappt -  wohin mit dem Müll! Gemeinschaftlicher Umgang mit Nachbarn, Ruhezeiten, Tierhalten, Treppenhausreinigung...


Drei fett-fröhliche Stunden – mit Allbau und Menschen, die gut tun! Mit Fortsetzung...
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 05.04.2018 | 15:43  
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