Blumiger Mittwochstreff der Ev. Kirchengemeinde Essen-Frohnhausen

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Hildegard Ufer (Mitte) ist stolz auf ihr Team.
 
Darauf kommt es an, denn das Leben ist oft ernst genug.
Von Carmen Dluzewski

Wer meint, mit Senioren ist nicht viel los, der irrt. 30-40 aktive Menschen zwischen 70 und 100 folgen jedem Mittwoch der Einladung von Hildegard Ufer in den Postreitweg 86, Essen-Frohnhausen. Die 70jährige Dame sprudelt vor Ideen, wie sie „ihre“ Leute sprichwörtlich „hinter dem Ofen“ vorlocken kann.
Die gelernte Kindergärtnerin lebt seit 1981 in Essen-Frohnhausen und engagiert sich in vielen Bereichen ehrenamtlich. „Ich habe einfach Freude daran, wenn ich mit meinen Ideen andere zum Nachdenken oder einfach nur Lachen bringen kann‘“, so Hildegard Ufer.
Mit einem eigens geschriebenen „Mittwochslied“ wird pünktlich um halb drei die fröhliche Runde eingeläutet. Neue Gesichter werden extra vorgestellt und begrüßt und sehr beliebt ist auch, dass sich „Geburtstagskinder“ ein Lied wünschen dürfen. Rosemarie Knieper, 77 Jahre, ist jeden Mittwoch dabei „und wenn einmal jemand nicht kommt, wird sofort nachgefragt was los ist“, so die 77jährige, „ich fühle mich hier sehr wohl, manchmal bekomme ich auch ein kleines „Pöstchen“ übertragen, welches ich gerne ausführe“, freut sie sich.
Nach lockerem Gesang stellen sich alle Teilnehmenden besonderen Herausforderungen: in dieser Woche hat sich Hildegard Ufer zum Thema „Blumen“ einige Quizfragen ausgedacht. Eifrig überlegen die Senioren und Seniorinnen Lieder, Gedichte, Sprichwörter, in denen Blumen aller Art vorkommen. Spontan wird „für mich soll’s rote Rosen regnen“ von Hildegard Knef angestimmt, als dazu das Stichwort fällt. Jeder möchte etwas beitragen und wer nichts in der Runde sagen mag, für den springt die Nachbarin ein. Poesie-Verse werden aus dem Gedächtnis gekramt und wecken in allen lebhafte Erinnerungen an ihre Jugendzeit. „Mein Poesie-Album hüte ich wie einen Schatz“, „so richtig schön altmodisch, hält aber Erinnerungen an alte Zeiten wach“ ist zu hören. An alte Zeiten erinnert sich auch die 90jährige Ria Philipski: „Ich komme schon seit 1990 jeden Mittwoch und kann mich noch gut an unser „altes“ Haus erinnern, dass mittlerweile abgerissen wurde“.

Regelmäßig besucht Pfarrer Werner Sonnenberg zur Freude aller den Mittwochstreff, um Liedernachmittage mit Klavierbegleitung zu gestalten.
Manchmal bekommt der Mittwochstreff der Ev. Kirchengemeinde Essen-Frohnhausen auch Besuch von außerhalb. Sicherheitstipps seitens der Essener Polizei, sowie Vorträge zum Thema Patientenverfügung kommen auch sehr gut an. „Wir möchten, dass unsere Senioren und Seniorinnen über alle wichtigen Themen Bescheid wissen“, so Hildegard Ufer.
Auch der 84jährige Gerhard Minuth fühlt sich wohl in „seinem“ Mittwochs-Treff. Nicht nur das, jeden Donnerstag um 15.00 Uhr hält der aktive Senior eine kleine Andacht zu Beginn des Seniorennachmittags in der Grevelstr. Christian Ufer, sein Sitznachbar, recherchiert so manches mal mit seiner Frau Hildegard Ufer neue Themen und ist sehr gerne dabei. „Ich habe so meinen persönlichen Chefsekretär“, schmunzelt Hildgegard Ufer. „Sehr stolz bin ich auch auf eine weitere „Mitarbeiterin“: Helene Schneider, 91 Jahre, stöbert im Internet und auch in Büchern, um ihren Teil bei zu tragen. Alle Achtung!“
Wer gerne am Mittwochs-Treff teilnehmen möchte, kann gerne Frau Hildegard Ufer ansprechen, Tel.: 50 72 134. „Wir freuen uns über jeden, der den Weg zu uns findet“, so Hildegard Ufer.
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