Gerüchte - Wahrheiten...

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Das Zeltdorf Hamburger Straße ist weg - jetzt könnte der Rückbau der asphaltierten Fläche beginnen... so der Plan von Grün und Gruga. Aber nun fällt auf: Der Rückbau der Flächen ist finanziell noch gar nicht gesichert... Foto: Schattberg
Belebung nach Asyl-Zeltabbau – abwarten…!

Ende 2016 berichteten wir, dass nach dem Abbruch der Zelte Hamburger Straße auf dem Riesenplatz Erstaunliches passiert. Doch die Anwohner bleiben misstrauisch. Immer wieder kocht das Gerücht hoch: Billig-Häuser für Flüchtlinge werden gebaut…

Auch als Klaus Persch, Bezirksbürgermeister frohlockt: „Das Gelände wird, wie geplant, zur Aufforstung verwendet…“ klingt das für einige zu euphorisch.

Jetzt folgen Fakten von Ratsfrau Jutta Pentoch, die versprach, „sich über ihren Ausschuss AUVG Grün und Gruga stark zu machen, dass die Trasse schnell verwirklicht wird.“ Hat sie gemacht. Und die Vorabantwort Grün und Gruga hört sich gut an. Na ja, ein Tag später folgt flugs …Geduld!

Da plant Grün und Gruga Erstaufforstung als Waldersatz – für die Sportanlage im Krupp-Park-Süd; die zwischenzeitlich einer Kraterlandschaft ohne Busch, Baum glich. Also, mit der Aufforstung ist auch eine Wegeverbindung von der Hamburger Straße zur Posener Straße geplant, die einen direkten Anschluss an den Gruga-Radweg hat. Genauer Trassen-Weg wird noch mit der Emschergenossenschaft festgelegt.

Aber für das "Grün" muss das Gelände mit Boden aufgefüllt werden. Ein Teil des anfallenden Bodenaushubs soll aus der benachbarten Kanalbaumaßnahme der Emschergenossenschaft vom Borbecker Mühlenbach dort eingebaut werden.
Aber, der Bau der Wegeverbindung entlang des Borbecker Mühlenbachs zur Posener Straße ist wiederum abhängig vom Baufortschritt der Kanalbaumaßnahmen und der ökologischen Verbesserung des Gewässers. Die Emschergenossenschaft-Arbeiten sollen ab 2018 durchgeführt werden. Anschließend soll der ökologische Umbau des Bachs laufen…

Zeitplan von Grün und Gruga:
2017: Rückbau der asphaltierten Flächen der ehemaligen Asyl-Zeltunterkunft.
2018: Einbau von Bodenaushub aus der benachbarten Kanalbaumaßnahme der Emschergenossenschaft im Rahmen der ökologischen Verbesserung des Borbecker Mühlenbachs.
Ende 2018/19: Aufforstung und Wegebau innerhalb der Aufforstungsfläche.
Ab 2019: Bau der Wegeverbindung von der Aufforstung entlang des Borbecker Mühlenbachs zur Posener Straße, je nach Flächenverfügbarkeit und Baufortschritt der Emschergenossenschaft….

Endlich - strahlt Ratsfrau Pentoch.

Ein Tag später! Zeilen von Grün und Gruga flattern rein, die dämpfen und lauten:
Für 2017 ist der Rückbau der asphaltierten Flächen Hamburger Straße finanziell noch nicht gesichert!...
Wow, was denn. Gestern so, heute so? Doch Positivität bei Pentoch. „Ich freu mich, dass das Projekt endlich auf den Weg gebracht wurde. Wann die Umsetzung erfolgt, hängt u. a. von der Emschergenossenschaft ab, die dort Kanalbaumaßnahmen durchführt. Mit der Aufforstung, die nach dem Freizug des Geländes Hamburger Straße erfolgt und dem Zubringer zur Fahrradtrasse, entsteht dort eine kleine grüne Oase. Ich bleibe am Ball, denn es ist mir wichtig für Frohnhausen.“

Moment! Tatsache ist: Die Unterlagen der Emschergenossenschaft liegen bereits seit 2014 (!) bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Hallo, Bezirksregierung!!!
Erst nach Genehmigung kann die Emschergenossenschaft mit der Ausschreibung beginnen…
Und das im Glanzjahr Essen - Grüne Hauptstadt!
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1 Kommentar
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 09.03.2017 | 19:03  
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