Open SUNDAY - Sport für Kinder - immer öfter

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Studenten der Uni Duisburg-Essen mit Rektor Frank Tollmien (li. unten) sowie seine Schüler sind ganz heiß auf das "Open Sunday"-Projekt der Anneliese-Brost-Stiftung. Fotos: Gohl
 
Nie mehr steife, unsportliche Kinder dank der Anneliese Brost-Stiftung: Open Sunday in der Heinrich-Strunk-Grundschule machts möglich... Fotos: Gohl
In Bewegung Heinrich-Strunk-Schule – Sonntagssport machbar dank A. Brost-Stiftung!

Was ist denn da los am Sonntagmittag? Gewimmel in der Turnhalle, Heinrich-Strunk-Grundschule. „Open Sunday“ schlägt ein wie ne Rakete! An der Altendorfer Eingangstür steht: Kommt rein, zieht euch um, macht mit! Machen wir. Wo ist die Kasse? Keine da – alles kostenlos: Tolle Sportgeräte, energiegeladene Coaches, Studenten von der Universität Duisburg/Essen und leckeren Zutaten…

Von wegen Schotten runter, Glotze an! Immer wieder wird behauptet, dass viele Altendorfer Kinder keine Bäume zum Klettern kennen, sich wenig bewegen. Dagegen hält Schulleiter Frank Tollmien jetzt mit einem herausragenden Beispiel: Es geht auch anders. Wie?

„Open Sunday. Auftakt war der 6. März; dann 13. März. In Zusammenarbeit von außerschulischen Trägern und Schule wird vom Kollegium das Projekt ausdrücklich unterstützt und gefördert.“

Klar, ohne Knete läuft nix. Gefördert wird mehrjähriges „sporting“ von der Anneliese-Brost-Stiftung!

In den Genuss kommen nicht nur 224 Heinrich-Strunk-Schüler inklusiv 17 Flüchtlinge der Klassen 1 bis 6 – willkommen sind auch Geschwister. Kleine Einschränkung: Weitere Termine werden noch bekanntgegeben.

Ein Blick in die Turnhalle genügt – Worte sind überflüssig. Parcours ist der Probier-Magnet. Zwei dicke Seile baumeln von der Stange. Daran hangelt Mariella, sie tastet sich die schräge Bank bis zum Klettergerüst hoch. Springt mutig runter auf die Matte. „Super“, lobt Rektor Tollmien. „Gefällt mir sehr“, freut sich die Zehn-jährige. Peng! Den Parcours packt ebenfalls die neun-jährige Laura. „Das machte mir schon vorige Woche viel Spaß.“ Auch die sechs-jährige Derya probiert Rollbrett, Springen aus der Höhe, mutig aus.

Immer zur Seite begleiten die Schüler Coach Stephanie Evelgönne mit Uni-Kollegen-/innen. „Viele Kinder gehen nicht nach draußen. Hier haben sie die Chance, sich in der Halle zu treffen, sich sportlich zu betätigen durch das Bewegungsangebot. Das kommt hier glänzend an.“ Auffallend, „dass bei vielen Mädchen mit Migrationshintergrund besonderer Nachholbedarf besteht, denn die werden selten in Sportvereine angemeldet.“

Für Stimmung sorgen die Studenten mit Bewegungslandschaften, wo die Kinder sich nach Lust und Laune austoben können; ferner mit Gruppenspielen zum Aufwärmen. Zum Runterfahren gibt’s Pausen, Getränke, Obst zum Stärken. Alles kostenlos.

Verneigung vor A. Brost-Stiftung für das mehrjährige Projekt. „Am Sonntag haben Kinder Zeit zu rennen, zu hüpfen, zu balancieren. Aber die Sporthallen sind geschlossen. Dies wollen wir mit „Open Sunday“ hier an der Grundschule ändern“, bestätigt Professor Dr. Ulf Gebken, Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften. „Über ein offenes inklusives Konzept sollen vor allem Kinder aus dem eher benachteiligten Stadtteil in Bewegung gebracht werden.“

Für die Leitung werden künftig jugendliche Coaches aus der benachbarten Gesamtschule Bockmühle qualifiziert. „Das spricht für die Nachhaltigkeit dieser Idee“, bewertet Werner Meys, Vorstandsmitglied der Anneliese–Brost-Stiftung, den Super-Start.

Also, Kinder im Glück. Open Sunday wird im kommenden Winterhalbjahr in der Grundschule verstetigt. Es läuft bis Ende 2018, wird von der Sportjugend Essen unterstützt.
Oh, vielleicht bis zur Olympiareife…
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1 Kommentar
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 15.03.2016 | 11:23  
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