Gemeinsam für Altendorf

Anzeige
Alle mit im Boot: Den Abschluss bildete eine Unterschriftensammlung der Akteure, welche sich dadurch zur Teilnahme am Projekt verpflichteten.
 
Auch Regina Moock vom Diakoniewerk Essen und vom BlickPunkt 101 hat sich bereit erklärt am Projekt mitzuwirken.
Essen-Altendorf ist ein Stadtteil, in dem zahlreiche soziale Institutionen miteinander kooperieren, zugleich aber auch viele Herausforderungen bewältigt werden müssen: eine gelingende Gesundheitsförderung, die Erweiterung von Bildungschancen der Menschen im Stadtteil und die Sicherung von gesellschaftlicher Teilhabe.
Um diese Aufgaben möglichst gut zu bewältigen, haben verschiedene Einrichtungen beschlossen, eine Bildungs- und Präventionskette ins Leben zu rufen. Hierbei sollen die sozialen Institutionen und andere Akteure im Stadtteil gemeinsam agieren. Systematisch werden dafür junge Menschen in den Blick genommen, um sie vom frühestmöglichen Zeitpunkt an bis zum gelingenden Berufseinstieg zu fördern und zu unterstützen.
„Es freut uns sehr, dass sich so viele Akteure dazu bereit erklärt haben, sich dem Vorhaben anzuschließen“, erklärt Peter Herzogenrath, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit „Die Beteiligten am Projekt sind natürlich die Stadt Essen mit dem Fachbereich Stadtneuerung und Bodenmanagement, der Verein für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten Ruhrgebiet e.V. (VKJ), die Jugendhilfe Essen, das Institut für Stadtentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung der Universität Duisburg Essen (ISSAB), plan BeE aus Düsseldorf, sowie die Anneliese Brost-Stiftung, welche die Veranstaltung gefördert hat.“
Den Auftakt bildete an diesem Tag ein Workshop in der Gesamtschule Bockmühle, zu dem rund 70 Stadtteilakteure, Fachkräfte aus den unterschiedlichen sozialen Einrichtungen und Menschen, die sich um Stadtteil sozial engagieren, trafen. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Werner Meys von der Anneliese Brost-Stiftung, welche das Projekt mit 40.000 Euro unterstützt.
„Wir wissen aus der Vielzahl der Projekte, welche die Anneliese Brost-Stiftung fördert, dass diese dann besonders nachhaltig und erfolgreich wirken, wenn sie in die vorhandenen Strukturen im Stadtteil eingebunden sind. Dazu benötigt man Rahmenbedingungen, Zeit, stetiges Üben, verlässliche und erprobte Netzwerke und natürlich auch Geld. Dieses stellt die Stiftung für den Zweck, sprich für die Förderung einer Bildungs- und Präventionskette in Altendorf gerne zur Verfügung“, so Meys.
Auch die Jugendamtsleiterin Annette Berg dankte allen Akteuren für ihr soziales Engagement und und die Initiative, sich dem Projekt anzuschließen: „Mit unserer Bildungs- und Präventionskette leben wir gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem wir gemeinsam anpacken, um Kindern und Jugendlichen in Essen-Altendorf Zukunftschancen zu geben.“
Anstoß zu dem Projekt war der Ist-Zustand des Stadtteils Altendorfs. Dieser ist, obwohl sich schon einiges verändert und verbessert hat, vom Strukturwandel stärker betroffen als vergleichsweise andere Stadtteile. Altendorf ist zudem ein sehr junger Stadtteil, in dem rund 3.600 Kinder und Jugendliche von null bis unter 18 Jahren leben. Hinzu kommt ein hoher Anteil an Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern, sowie viele Menschen, die Leistungen zur Existenzsicherung beziehen oder nicht-deutscher Herkunft sind. In diesem Zusammenhang streben die Akteure an, dass Kinder gesund aufwachsen können, Erziehung und Bildung der jungen Menschen verbessert wird und Armut, Gewalt und Missbrauch systematisch angegangen werden. Auch sollen, so die Teilnehmer des Projekts, Ausgrenzung und Benachteiligung abgebaut werden mit dem Ziel, allen Kindern und Jugendlichen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Im Idealfall bedeutet das konkret, dass Angebote in örtlicher Nähe zueinander und zeitlich aufeinander abgestimmt sind, die Angebote aufeinander aufbauen und sich ergänzen beziehungsweise aneinander anknüpfen, sowie dass sich der Übergang zwischen den Angeboten unbürokratisch gestaltet.
Im Anschluss an die Begrüßung bildeten sich Gruppen, welche ihre Arbeit an den Fokustischen begannen. Im Austausch, im Diskurs und Kooperation wurden eine Vielzahl von Projektideen erarbeitet, welche zum Schluss bei Impulsvorträgen, die eine Dauer von 100 Sekunden nicht überschreiten sollten, vorgetragen wurden.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein gemeinsames Fotomotiv, auf dem die Altendorfer Akteure ein Plakat präsentierten, auf dem sie sich mit ihrer Unterschrift zur Zusammenarbeit verpflichteten.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.