SPD Essen – Drei Kandidaten möchten den Wahlkreis "zurückholen, wo er hingehört!"

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SPD-Chef Thomas Kutschaty (links) stellte die Kandidaten vor, die im Hinz-Wahlkreis antreten wollen: Margret Schulte (2.v.links), Stephan Leifeld und Dr. Gereon Wolters
 
Stephan Leifeld kann sich gut vorstellen, den Bundestagswahlreis 120 zu vertreten.
Von Carmen Dluzewski
Zur Wahlkreiskonferenz in der Apostelkirche in Essen-Frohnhausen versammelten sich viele Interessierte, um sich ein Bild zu machen, wer die Nachfolge der zurückgetretenen Skandal-Politikerin Petra Hinz bei der nächsten Bundestagswahl mit welchen Ideen vertreten möchte.
NRW-Justizminister und Vorsitzender des SPD Unterbezirks Essen, Thomas Kutschaty, begrüßte die Anwesenden herzlich mit den Worten: „Ich freue mich sehr, dass wir aus einer Vielzahl interessanter Bewerber für die Kandidatur in unserem Bundestagswahlkreis drei herausragende Menschen heute vorstellen können“. Die Vorbereitungen zur Landtagswahl NRW im Mai 2017 und die Bundestagswahl im September 2017 laufen auf vollen Touren, so gilt es die in der Vergangenheit stark durch Skandale „gebeutelte“ SPD wieder ins richtige Licht zu rücken. Oliver Kern, Moderator des heutigen Abends, eröffnete daraufhin die Vorstellungsrunde.
Als erstes stellte sich Stephan Leifeld, Lehrer am Bergischen Internat in Velbert, vor. Der 49jährige sechsfache Familienvater, ist ein richtiger Essener Junge, der in seinem Leben schon vieles bewegt hat. „Ich bin nicht immer den geraden Weg gegangen, doch gerade das hat mich sehr gestärkt“ erzählte Stephan Leifeld. Der Lehrer und Kommunikationswissenschaftler engagierte sich seit den Achtziger Jahren in der SPD für die Lösung der großen und kleinen Probleme seiner Mitmenschen. Schon als Jugendlicher wurde ihm klar, dass Mitbestimmungsrechte dazu da waren, sie auch zu nutzen. In vielfältigen Kreisen mischt Stephan Leifeld seitdem gerne mit. Aktuell ist er unter anderem beratendes Mitglied des Bundesvorstandes der Arbeitsgemeinschaft für Bildung der SPD im Bereich „digitale Bildung“. Sport spielt seit jeher in seinem Leben eine wichtige Rolle, ob als Judo- oder Fußballtrainer – überall sammelte er Erfahrung im richtigen Führen und Anleiten von Menschen, sowie sich durch zu setzen. Zukünftig möchte Stephan Leifeld gerne unterwegs sein und den Zusammenhalt und die Solidarität der einzelnen Bezirke stärken. Neben Familien- und Bildungspolitik liegt ihm Nachhaltigkeit und Rüstungsabbau sehr am Herzen. „Ich möchte gerne mit meinem Wissen das weitergeben, was ich selbst einmal bekommen habe“, verspricht Stephan Leifeld. Er kann es sich sehr gut vorstellen, mit seinem überall einsetzbaren Wohnmobil-Büro dort für die Lösung von Problemen ansprechbar zu sein, wo es am Nötigsten ist. „Im digitalen Zeitalter sollte es kein Problem sein, schnell und effektiv zu arbeiten“ so Stefan Leifeld.
Von der Findungskommission für als hervorragend für eine Kandidatur geeignet, ist auch Margret Schulte, Leiterin der Verbraucherzentrale Essen, die sich als nächste vorstellte.
Die 63jährige bezeichnete sich als ein „Kind dieser Stadt“. Aufgewachsen in Essen-Katernberg in einem klassischen Arbeiterhaushalt, genoss sie eine Kindheit, die nicht vom Reichtum gesegnet war und in der soziale Gerechtigkeit noch in den Kinderschuhen steckte. Seit 30 Jahren SPD-Mitglied, übte die Dipl.- Ökotrophologin ihre Arbeit als Leitung der Essener Verbraucherzentrale sehr gerne und mit hohem Engagement aus. Besonders am Herzen lagen ihr der Verbraucherschutz und die Schuldnerberatung. Explizit um verzweifelten, hoch überschuldeten Menschen zu helfen, war sie mit dabei, im Jahr 1984 ehrenamtlich den Verein Schuldnerhilfe Essen e.V. zu gründen. Seit je her ist es Margret Schulte ein großes Bedürfnis mit ganzem Herzen alles, was in ihrer Macht steht zu tun, um die Menschen vor Ausnutzung zu schützen. Diese zwei großen Tätigkeitsgebiete werden nun zum Ende des Jahres 2016 von ihr verlassen, da sie in den Ruhestand geht. Doch „Ruhe“ ist für die aktive Frau nichts. „Ich bin der Meinung, dass der Staat viel mehr für den effizienten Verbraucherschutz tun muss. Da geht noch was!“ Zufriedenheit in jeder Familie ist das Bestreben von Margret Schulte. Sei es beim Thema Bildung, Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung gegenüber Minderheiten – überall will sie die Barrieren in den Köpfen der Menschen abbauen. Gerne möchte die wortgewandte und überzeugende Frau ihr bisheriges Wissen mit ganzer Kraft bis nach Berlin tragen.
Dr. Gereon Wolters, der 50jährige Senatsvorsitzende und Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht an der Ruhr-Universität Bochum und als zweiter Kandidat von der Findungskommission vorgeschlagen, ergriff nun das Wort. „Rund um die Uhr“ will Gereon Wolters sich gerne einsetzen und regelmäßig die Ortsvereine besuchen. Der voll im Leben stehende Mann sieht sich aufgrund seiner Erfahrungen, die die vielfältigen Tätigkeiten seines Jobs als Uni-Professor mit sich bringen, als genau den richtigen Kandidaten für den Bundestag. Der SPD schon seit den Achtzigern verbunden, beobachtet er genau die Entwicklung unserer Stadt. Immer wieder stellt er fest, dass das wichtigste Bestreben aller Menschen die soziale Gerechtigkeit ist, denn die ist für ihn der „Schlüssel“ zum sozialen Frieden. Ausbaufähig sei seiner Meinung nach die Stadtentwicklung, der Umweltschutz und die Verkehrspolitik. „Ich kann aufgrund meiner Beobachtungen sehr gut beurteilen, dass die Stadt Essen durchaus auf das bisher Geleistete stolz sein kann, jetzt gilt es an den Rahmenbedingungen zu arbeiten“ betont Dr. Gereon Wolters, „ich möchte für meinen Teil gerne die Essener Bürger und Bürgerinnen vertreten und eine stolze Zukunft nach Berlin tragen.“ Sein juristisches Wissen erlaubt es ihm, mit wenig Mitteln viel zu erreichen.
Da es nur eine(n) auf dem Wahlzettel geben kann, wurden die drei Bewerber anschließend zwei Stunden von der SPD mit Fragen konfrontiert. Am 8. Dezember kürt die SPD ihren Kandidaten, man darf gespannt sein, wer die beste Überzeugungsarbeit am heutigen Abend geleistet hat, das „Lighthouse“ in der Liebigstraße wird dann für die passende Atmosphäre sorgen.
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