Essens größter Kindergarten...

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  ...so lautete die Überschrift einer Essener Tageszeitung, als sie von der Eröffnung des Kindergartens der katholischen Pfarrgemeinde St. Elisabeth am 20. November 1955 in Frohnhausen berichtete. Der Spatenstich erfolgte am 5. Juli 1953 und wurde von der kinderreichsten Bergmannsfrau Gertrud Bögel vollzogen: 14 Kinder war sicher auch für damalige Verhältnisse eine stattliche Anzahl.
Heute ist der Kindergarten eine Kindertagesstätte mit insgesamt 70 Plätzen, wovon 60 Kinder ihr Mittagessen in der Einrichtung einnehmen. Geleitet wird diese von Andrea Totzek und in insgesamt drei Gruppen (Bären, Elefanten und Giraffen) können Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren den ganzen Tag spielen, toben und schlau werden.
„Im Jahr 2013 wurden wir zum ersten Mal mit dem Zertifikat Haus der kleinen Forscher ausgezeichnet“, so Totzek. „Dies ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, welche jeweils zwei Jahre andauert. Danach muss man eine Rezertifizierung erlangen, was uns im Jahr 2015 gelungen ist. Bei der Initiative geht es darum, dass den Kindern die Möglichkeit gegeben wird sich spielerisch und experimentell mit mathematischen, physikalischen und technischen Bereichen zu beschäftigen. Hierbei gibt es verschiedene Aktionen, wie zum Beispiel den Vater-Kind-Forschertag oder Experimente wie das Gummibärchenboot. Man muss sich das so vorstellen, dass, während die Versuche durchgeführt werden, den Kindern erklärt wird, wieso etwas sich so verhält, wie es sich verhält.“
Naturwissenschaften sind eine gute Sache, aber auch die Sprachförderung, eine gesunde Ernährung und viel Bewegung werden in St. Elisabeth groß geschrieben. Mit derzeit 13 Nationen, sprich italienischen, russischen, polnischen, türkischen oder spanischen Kindern, ist der Faktor Sprache nicht zu vernachlässigen. Als positiv kann in diesem Zusammenhang auch bewertet werden, dass unter den pädagogischen Fachkräften in den jeweiligen Gruppen auch Personen sind, welche die ein oder andere Muttersprache der Kinder verstehen können.
„In diesem Zusammenhang wollen wir die Kinder auch an das Thema Medien heranführen“, erklärt Totzek weiter. „Im Flur stehen für diesen Zweck zwei Computer, auf denen die Kinder für eine begrenzte Zeit verschiedene sinnvolle Lernspiele, also etwas mit Zahlen oder Buchstaben, ausprobieren können. Das sieht dann so aus, dass sie neben sich eine Eieruhr stehen haben und wenn die abgelaufen ist, ist das nächste Kind an der Reihe beziehungsweise ist die Zeit um und sie müssen sich wieder anderen Spielen widmen. Wir haben das eingeführt, weil in der heutigen Zeit Multimedien alltäglich sind und man die Kinder so langsam daran heranführen kann.“ Nach dem Stillsitzen können sich die Kleinen dann richtig in den unterschiedlichen Räumen verausgaben: Es gibt eine Turnhalle, in der geklettert werden kann, Bewegungslinien auf dem Flurboden versprechen ein tolles Balancespiel und auch im Außenbereich können die Kinder den großen Kletterseilgarten nutzen.
Als katholische Kindertagesstätte, welche sich auch in der Trägerschaft des Kita-Zweckverbandes befindet, wird der gelebte Glaube natürlich als wichtig erachtet. Regelmäßige Gänge in die benachbarte Kirche sind dabei ebenso wichtig wie das aktive Mitgestalten des Gottesdienstes seitens der Kinder. „Wir haben ein äußerst gutes Verhältnis zu unserem Pastor Enzio Grunert“, verrät Totzek. „Daher ist unsere Beteiligung an den Pfarrfesten und anderen Festlichkeiten immer groß. Sehr verbunden sind wir auch dem Förderverein der der Pfarrei, der uns stets unterstützt und geholfen hat.“ Generell richtet sich die Kita nach dem kirchlichen Ablauf, aber auch andere Festlichkeit wie das Zuckerfest werden thematisiert. Da nun Karneval vor der Tür steht und als Oberbegriff Märchen auserkoren wurde, wird im Moment wie wild dazu gebastelt und an Kostüme gedacht. Noch eine Sache zum Thema Tradition: Nicht vergessen werden zu erwähnen darf die Aktion Begehbarer Adventskalender, an der die Kita seit nunmehr 20 Jahren teilnimmt. Weihnachten ist zwar schon vorbei, aber auch in diesem Jahr wird St. Elisabeth wieder mit dabei sein und zwei bunt geschmückte Weihnachtsfenster präsentieren.
„Sehr stolz sind wir zudem auf das gute Verhältnis zu den Eltern. Auch untereinander ist das zu beobachten. Ende Februar zum Beispiel wollen wir streichen und schon jetzt haben sich Eltern gefunden, die sich an der Aktion beteiligen. Beliebt sind auch die Vater-Kind-Tage und der Opa-Oma-Nachmittag, wo die Großeltern sehen können, was ihre Enkel denn so machen“, meint die Leiterin.
Und wenn die Kleinen dann zu groß für die Kita werden und in die Schule wechseln, haben die Eltern schon mal ein schönes Abschiedsgeschenk vorbereitet: Eingerahmt und auf buntem Papier strahlen die frisch gebackenen „Tornisterkinder“ die ehemaligen Erzieherinnen jeden Tag an, um sich so in der Einrichtung zu verewigen.
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