Fastenpilgern mit Hautpeeling inklusive

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Startfoto vor der zweiten Etappe des Fastenpilgerns in Schwerte: 55 Pilger lassen sich von dem schlechten Wetter nicht beeindrucken. Foto: Thomas Steinig

Schweiß und Regen mischten sich auf den Gesichtern der 55 Pilger aus Altendorf, Borbeck und Frintrop, als sie sich an den steilen Anstieg zur Hohensyburg machten. Dieser Teil der zweiten Etappe des Fastenpilgerns war mit Sicherheit der anstrengendste.

Und leider wurden die Teilnehmer noch nicht einmal mit einem herrlichen Panoramablick über die Ruhr entlohnt, als sie an der Fliehburg ankamen, die 775 von den Franken unter Karl dem Großen erobert worden war. Dicke, graue Regenwolken, aus denen es beharrlich tröpfelte fiel, versperrten die Sicht.
Verbunden mit kräftigem, böigem Wind peitschte der Nieselregen den Pilgern ins Gesicht, was aber der guten Stimmung keinen Abbruch tat. „Heute haben wir natürliches Hautpeeling inklusive“, lachte Maria Robert aus Altendorf in ihrem Regenumhang, „andere Leute müssen dafür viel Geld bezahlen!“

Spirituelle Impulse in den Pausen


Mit einer Messe, die von Gerd Belker, dem Geistlichen Beirat der DJK Altendorf 09, gehalten worden war, waren die Pilger in den Tag gestartet und hatten sich von Schwerte aus auf den 18 Kilometer langen Weg nach Herdecke gemacht. Im Mittelpunkt der Impulse, die bei den Pausen verlesen wurden, stand die „Seligpreisung für die Trauernden“ aus der Bergpredigt. Wieder nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich darüber auszutauschen - aber auch für ganz „normale Alltagsgespräche“ war beim Fastenpilgern ausreichend Platz.
Dass Pilger nicht vor „bösen Menschen“ gefeit sind, sollte sich in der Mittagspause zeigen: Während die Gruppe bei Stullen und Kaffee zusammen saß und neue Kräfte sammelte, brachen zwei Unbekannte das Begleitauto auf, das die Organisatoren für Notfälle bereithalten. Sie wurden allerdings durch Thomas Steinig vom Vorbereitungsteam gestört, der einen Rucksack zum Wagen bringen wollte, und suchten ihr Heil in der Flucht. Die sofort eingeschaltete Polizei machte sich an die Verfolgung - ob mit Erfolg, ist derzeit noch unbekannt.
Das letzte Stück des Weges war von schlammigen Gefällepassagen geprägt, die von den Pilgern aber problemlos gemeistert wurden. „Letztlich war es mit dem Regen gar nicht so schlimm wie befürchtet“, zog Barbara Hascher nach der Ankunft in Herdecke Resümee. „Man muss sich halt drauf einstellen und entsprechende Kleidung anziehen.“

Die Etappen im Überblick
(Änderungen vorbehalten):

06. 03. 2016
Witten => Hattingen (ca. 18 km)
13. 03. 2016
Hattingen => Steele (ca. 18 km)
20. 03. 2016
Steele => Werden (ca. 10 km)

Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich (0157/85715800 oder roeser@altendorf09.de). Alle Teilnehmer erhalten zudem einen Pilgerpass. Weitere Infos unter www.altendorf09.de.

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