Fröndenberg im Aufwind

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Pressefoto beim IHK-Wirtschaftsgespräch (v.l.): Stefan Peltzer, Eckhard Gransow, Friedrich-Wilhelm Rebbe, Stefan Schreiber, Michael Adel, Klaus Brenscheidt. Foto: IHK/Schaper

Fröndenberg. Zum diesjährigen Wirtschaftsgespräch der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund in Fröndenberg begrüßte IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber rund 50 Gäste aus Unternehmen, Politik und Verwaltung im Restaurant Stiftskeller.

In seiner Einleitung ging Schreiber zunächst auf die sehr gute wirtschaftliche Lage in der Region ein.
An der Herbst-Konjunkturumfrage der IHK beteiligten sich 150 Unternehmen mit rund 18.000 Beschäftigten. 94 Prozent der Unternehmen bewerten die aktuelle Geschäftslage mit gut oder befriedigend, was gegenüber dem Frühjahreswert ein Plus von zwei Prozentpunkten bedeutet.
„Jedes vierte Unternehmen erwartet in den kommenden Monaten eine verbesserte Geschäftslage, nur fünf Prozent rechnen mit schlechteren Geschäften“, erläuterte Schreiber.
Trotz positiver Zahlen warnte Schreiber jedoch vor zu großem Optimismus. Die Umfrage habe auch einige kritische Tendenzen aufgezeigt: So sehen 40 Prozent der Unternehmen im Fachkräftemangel eine Gefahr für den Geschäftserfolg.
Noch größere Risiken sehen die Betriebe in einer nachlassenden Inlandsnachfrage und in ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Auch die Exportwirtschaft steht vor neuen Herausforderungen.

Unternehmer haben auch Sorgen


„Die Brexit-Entscheidung, der Putschversuch in der Türkei, aber auch die Situationen in Russland und China bereiten den Unternehmen in der Region Sorgen“, sagte Schreiber. (Anm.d.Red.: Die Konferenz fand vor der Präsidentschaftswahl in Amerika statt.)
Mit Blick auf den Ausbildungsmarkt machte er deutlich, dass der demografische Wandel und der Akademisierungstrend eine Herausforderung für die Wirtschaft darstellen.
Zum 31. Oktober gab es in der Region 5.002 neue Verträge - ein Minus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
In Fröndenberg ist die Entwicklung ähnlich. „Hier konnten 44 neue Verträge erfasst werden. Das sind fünf Verträge weniger als im vergangenen Jahr - ein Minus von 10,2 Prozent. Verglichen mit den Ausbildungszahlen in der Vergangenheit bewegen wir uns damit allerdings auf einem vergleichsweise hohen Niveau.“
Bürger­meister Friedrich-Wilhelm Rebbe berichtete über die aktuellen Entwicklungen in Fröndenberg und ging zunächst auf das Dauerthema "Breitbandausbau" ein. Vom 2,7 Milliarden Euro schweren Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur profitiert auch Fröndenberg.
„Der Förderantrag ist bewilligt und in einem Masterplan wird die flächendeckende Versorgung mit Breitbandanschlüssen konzipiert“, sagte Rebbe. Zudem würden sieben Standorte für Hot Spots eingerichtet, um die Innenstadt mit öffentlichem WLAN auszustatten.
Rebbe zeigte sich sehr zufrieden mit der Entwicklung des neuen Gewerbegebietes „Schürenfeld“ und erinnerte an den erfolgreichen Verlauf der zweiten Fröndenberger Ausbildungsmesse im Sommer, bei der sich mehr als 30 Ausbildungsbetriebe den Schülerinnen und Schülern vorgestellt hatten.

Attraktivitätssteigerung für die Innenstadt


Ein Meilenstein der Innenstadtentwicklung soll das neue „Integrierte Handlungskonzept“ werden, das Verwaltung und Politik zusammen mit den Bürgern erarbeiten. „Es ist unser Ziel, die Innenstadt für die Bürger und damit auch für den Handel und den Tourismus attraktiv zu machen“, betonte Rebbe.
Im Anschluss daran richtete Klaus Brenscheidt, stellvertretender IHK-Geschäftsführer, einen augenzwinkernden Blick in die Zukunft. Vor dem Hintergrund des digitalen Strukturwandels stellte er seine Visionen von Fröndenberg im Jahr 2036 vor.
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