Geduldige Bayern ringen Schalke nieder

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Xabi Alonso (l.) hatte mit 140 Ballkontakten die mit Abstand meisten aller Spieler. Schalke, wie hier Klaas-Jan Huntelaar, hielt mit viel Kampf und Leidenschaft dagegen. (Foto: Gerd Kaemper)
 
Leroy Sané (l.) wurde ständig von seinen Mitspielern gesucht. Max Meyer (r.) erzielte nach seiner Vorlage den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Veltins-Arena |

Schalke hat das Top-Spiel am 13. Spieltag gegen Bayern München am Samstagabend 1:3 verloren. Durch die fünfte Saisonniederlage rutschte der S04 auf Platz sieben ab.

Der Deutsche Rekordmeister hingegen bleibt in dieser Bundesliga-Saison weiter ungeschlagen und feierte den zwölften Sieg im 13. Spiel. Dank der Tore von David Alaba, Javier Martinez und Thomas Müller baute der FCB den Vorsprung auf den Tabellenzweiten Borussia Dortmund auf acht Punkte aus. Schalke steckt dagegen weiter in der Krise und wartet nun mehr schon seit sieben Pflichtspielen auf einen Sieg.

Bayern München mit 72 Prozent Ballbesitz

Daran konnte auch der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleichstreffer von Max Meyer am Samstagabend nichts ändern. Zwar wussten die Gäste aus München oftmals mit ihren am Ende insgesamt 72 Prozent Ballbesitz nichts anzufangen und bissen sich die Zähne am Schalker Abwehr-Bollwerk aus. Doch der Auswärtssieg war unter dem Strich verdient, wenngleich erst der berühmte Bayern-Dusel helfen musste.

Nach nur neun Minuten schoss Bayerns David Alaba seine Farben in Führung. Bei seinem Schuss aus 20 Metern halblinker Position fälschte Leon Goretzka den Ball so unglücklich ab, dass Schalke-Torwart Ralf Fährmann ohne Chance war, weil er in die andere Richtung unterwegs war. In der zwölften Spielminute nutzte Robert Lewandowski einen Fehlpass von Leroy Sané an der eigenen Eckfahne beinahe zum 0:2 aus. Doch sein Schuss flog hauchdünn am Tor von Fährmann vorbei.

Der S04 ließ die Köpfe aber nicht hängen und kam bereits nach 17 Minuten zum 1:1-Ausgleich. Sané ließ im Mittelfeld gleich mehrere Bayern-Spieler alt aussehen und passte nach links außen zu Meyer, der nach innen zog und von der Strafraumgrenze schoss. Zwar war der Ball sehr platziert geschossen. Bayern-Torwart und Ex-Schalker Manuel Neuer sah dennoch nicht glücklich bei seinem Abwehrversuch aus, als er noch versuchte, den Ball zu parieren. Zu diesem Zeitpunkt war es ein perfektes Jubiläum für Meyer, der am Samstagabend bereits zum 75. Mal für den S04 auflief.

Es sollte die letzte, auffällige Szene in der ersten Halbzeit sein. Der FC Bayern München hatte zwar ständig den Ball, aber keine Einfälle, um die Schalker Abwehr zu knacken. Schalke-Trainer André Breitenreiter hatte seinem Team eine sehr defensive Grundordnung mit fünf Abwehrspielern bei gegnerischem Ballbesitz verordnet. Klaas-Jan Huntelaar war der einzige Stürmer auf Seiten des S04, wenngleich Meyer und Sané ihm immer wieder assistierten.

Max Meyer trifft in seinem 75. Schalke-Spiel

Nach der Halbzeit versuchte der FCB mit mehr Schwung aus der Kabine zu kommen. Zunächst prüfte Thomas Müller mit einem Fernschuss Fährmann, der den Ball in der 57. Minute aber problemlos fangen konnte. Zwei Minuten später köpfte Medhi Benatia nach einem Freistoß relativ freistehend zwei Meter über das Tor. Schalke fand in der zweiten Halbzeit praktisch gar nicht mehr statt. Noch nicht einmal mit gefährlichen Kontern. In der 69. Minute belohnte der FC Bayern sich dann für seine Geduld.

Nach einer Flanke vom ansonsten sehr blassen Arjen Robben köpfte Javier Martinez aus nur fünf Metern zum 1:2 ein. Ausgerechnet der wiedergenesene Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes hatte sich im genau falschen Moment von Martinez weg bewegt und stand somit zu weit von seinem Gegenspieler weg. Keine zwei Zeigerumdrehungen später konnte sich Fährmann auszeichnen, als er aus kurzer Distanz einen Schuss von Philipp Lahm abwehren konnte. In der 76. Minute wäre aber auch der Schalke-Torwart machtlos gewesen, wenn Robben etwas genauer geköpft hätte. Der Niederländer hatte gegen die Laufrichtung von Fährmann geköpft, traf aber nur das hintere Tor-Gestänge. In der 80. Minute wiederum unterlief Höwedes beinahe ein Eigentor, wenngleich er auch in allerhöchster Not zum Eckball klärte und somit das 1:3 verhinderte.

Das fiel dann aber doch noch in der Nachspielzeit. Schalke spielte mittlerweile mit drei Stürmen und hatte auch auch den baumlangen Joel Matip nach vorne gestellt, um alles nach vorne zu werfen. Nach einem Konter der Gäste setzte Müller den Schlusspunkt, als er sich gegen Sascha Riether problemlos durchsetzte und das 3:1 erzielte.
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