YEG Hassel nimmt nicht an Hallenstadtmeisterschaft teil

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Bei der Hallenstadtmeisterschaft 2015 musste die Polizei nach dem Halbfinale gerufen werden. Es war zu Ausschreitungen im Foyer der Halle gekommen. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Sportzentrum Schürenkamp |

„Die Nicht-Teilnahme von YEG Hassel bedeutet einen Qualitätsverlust für die Hallenstadtmeisterschaft!“ Christian Fischer, einer von zwei Moderatoren bei der Hallenstadtmeisterschaft (HSM) 2016, bringt das Fernbleiben des Halbfinalisten von 2015 auf den Punkt.

33 Teams spielen bei der HSM 2016 bekanntlich mit. Gar nicht überraschend ist, dass der FC Schalke 04 mal wieder nicht teilnimmt. Mit dem Bezirksligisten DJK TuS Rotthausen wird noch ein zweites, überkreislich spielendes Team nicht mitwirken.

Umso bitterer ist auch die Nicht-Teilnahme von YEG Hassel. Im Sommer in die Verbandsliga aufgestiegen, war die Mannschaft vom Lüttinghof schon als Landesligist Anfang 2015 mit das spielstärkste Team in der Halle. Zumindest bis zum Halbfinale. In dem traf die Mannschaft von Trainer Haylit Hoyladi, der seit April nun auch noch Vorstandsvorsitzender des Klubs ist, auf den späteren Sieger SV Horst-Emscher 08, der das Spiel gegen YEG Hassel mit 2:0 gewann. Doch das Endergebnis interessierte nach Spielschluss niemanden mehr. Zu diesem Zeitpunkt war auch schon längst die Polizei angerückt. Allerdings nicht wegen der Niederlage Hassels. Doch die Umstände, die dazu führten, waren der Auslöser für den Polizeieinsatz, der traurige Tiefpunkt einer ansonsten gut organisierten und zufriedenstellenden Hallenstadtmeisterschaft 2015. Was war passiert?

„Bei den Ausschreitungen waren zwar Landsleute dabei, aber
keine aus unserem Umfeld!“

YEG Hassel fühlte sich in dem Halbfinale stark benachteiligt. Zwei Rote Karten, dazu noch eine Zeitstrafe: Ein Sieg war gar nicht mehr möglich. Aufgrund der Vorfälle gab es laut Hoyladi im Foyer Ausschreitungen unter Zuschauern. „Bei den Ausschreitungen waren zwar Landsleute dabei, aber keine aus unserem Umfeld“, betont der Vorstandsvorsitzende, der sich damit gegen Vorurteile gegen seinen Verein wehren will. Dennoch war YEG Hassel abgestempelt, was den Klub ärgerte und weswegen er ankündigte, 2016 nicht teilzunehmen.

Gegenüber dem Stadtspiegel Gelsenkirchen bestätigte Hoyladi nun die Aussagen von Anfang des Jahres. „Wir haben damals gesagt, dass wir bei der nächsten Hallenstadtmeisterschaft nicht teilnehmen und wir haben unsere Meinung nicht geändert. Wir stehen nach wie vor zu dieser Aussage“. Hoyladi weiter: „Selbst neutrale Zuschauer haben uns noch während der Unruhen zugestimmt und konnten unseren Ärger nachvollziehen.“

Ob YEG Hassel 2017 in der Halle wieder mitspielen wird, weiß Hoyladi noch nicht. „Das kann ich noch nicht sagen. Wer weiß, ob ich dann als verantwortlicher Trainer überhaupt noch da bin.“
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