Bilanz nach dem Gefahrgutunfall auf der A1 bei Gevelsberg

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Für die Feuerwehr Schwelm bedeutete am Montag (9. Juli) der Unfall auf der A1 zwischen Gevelsberg und dem Autobahnkreuz Wuppertal-Nord, der mit einer stundenlangen Sperrung verbunden war, auch einen ebenso langen Einsatz.

Die Ladung des verunfallten und abgedichteten Silozugs wurde im Bereich der Anschlussstelle Gevelsberg in ein Ersatzfahrzeug umgeladen. Ausgetretener Kohlestaub wurde mit Spezialgerät aufgenommen und im Anschluss das Leck mit Spezialschaum provisorisch verschlossen. Das Fahrzeug fuhr danach selbstständig bis in die Anschlussstelle Gevelsberg vor, um dort mit Hilfe eines speziellen Saugwagens umgeladen zu werden. Der Transport des Fahrzeuges wurde von der Feuerwehr begleitet. Vor Ort wurde der Brandschutz bei den Aufnahmen des ausgetretenen Produkts von mehreren Trupps unter Atemschutz sichergestellt.
Für die Betreuung der im Stau befindlichen Personen wurde Hilfe bereitgestellt und ein eigener Einsatzabschnitt eröffnet. Die Menschen im Stau wurden von Kräften verschiedener Hilfsorganisationen betreut und mit Kaltgetränken versorgt.
„Schwerpunkt unserer Arbeit war die Versorgung der Menschen mit Kaltgetränken und fehlenden Medikamenten“, erzählt Einsatzleiterin Stefanie Nieter. Aufgrund der fortbestehenden Lage, dauerte der Einsatz bis in die Abendstunden hinein.
Um eine schnelle Versorgung aller Menschen zu gewährleisten, kam auch eine Einheit der Johanniter-Unfall-Hilfe zum Einsatz. „Wieder einmal hat sich gezeigt, wie wichtig eine funktionierende Zusammenarbeit unterschiedlicher Hilfsorganisationen ist“ erklärt der Pressesprecher des DRK, Marc Friedrich. Auch hier sei von beiden Seiten hervorragend kooperiert worden.
Auch der im vergangenen Jahr neu geschaffene B-Dienst des DRK, kam wiederholt zum Einsatz. Der B-Dienst berät den Einsatzleiter vor Ort über konkrete Alarmierungsmöglichkeiten der verschiedenen Fachdienste und Ortsvereine innerhalb des DRK.
Ebenfalls erfreulich war die gute Kooperation mit dem Helios-Krankenhaus in Schwelm. Friedrich: "Nachdem uns das Schwelmer Krankenhaus bereits in einem anderen Einsatz stark unterstützt hatte, war dies heute erneut möglich" so Friedrich. Wir hatten eine Medikamentenanforderung aus einem Fahrzeug heraus, ein Kind benötigte eine spezielle Arznei, außerdem wurde uns freundlicherweise schnell und unkompliziert auch Babynahrung zur Verfügung gestellt" so der Pressesprecher des DRK weiter.
Insgesamt war das DRK mit 40 Einsatzkräften bis in den Abend hinein im Einsatz.

Dank für die gute Zusammenarbeit

Polizei, Straßen NRW, der Leitende Notarzt und die Feuerwehr bildeten eine gemeinsame Einsatzleitung und stimmten alle Maßnahmen eng ab. 
Insgesamt waren Feuerwehr und Hilfsorganisationen mit 48 Einsatzkräften vor Ort. Den Brandschutz stellte während dieser Zeit die Feuerwehr Gevelsberg sicher. 
Die Feuerwehr Schwelm bedankt sich bei allen Einsatzkräften der Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Polizei, Autobahnmeisterei sowie der Leitstelle des Ennepe-Ruhr-Kreises für die gute Zusammenarbeit.

Fotos. DRK-Kreisverband
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