Ermittler mit Fell und Schnauze: Tierkrimi-Kurzgeschichten für den guten Zweck

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So hintergründig wie diese Katze kommen auch die tierischen Kurzkrimis in der Anthologie "Krimis mit Fell und Schnauze" daher.
Ein gefiederter Sherlock Holmes, ein Samtpfötchen als raffinierte Rächerin und ein kleiner weißer Hund, in dem schwarze Abgründe gähnen - die neue Anthologie „Krimis mit Fell und Schnauze“ bietet mit acht Kurzgeschichten nicht nur für Freunde von Tierkrimis spannende Unterhaltung.
Die Kurzgeschichten-Sammlung zur Unterstützung der Tiertafel Deutschland hat Manu Wirtz herausgegeben, auch der Gladbecker Autor Harry Michael Liedtke hat sein literarisches Scherflein zu den hintergründigen Stories beigetragen.
Mit „Sommerlochkrokodile“ beweist Liedtke wieder einmal vergnügt und locker seine Kenntnisse der Ruhrpott-Mentalität, die dem Leser manches Schmunzeln bescheren. Mit reichlich morbidem Humor ist auch die Geschichte „Coming Out“ von Carsten Koch ausgestattet - das „Aha-Erlebnis“ zum Ende ist vorprogrammiert.
In bester Stephen King-Manier kommt „Missy - ein wahnsinnig braver Hund“ daher, atmosphärisch dicht geschrieben, beschleicht den Leser langsam aber sicher ein ziemlich unbehagliches Gefühl - Kompliment an Cornelia Aistermann.
Einige Geschichten sind aus der vierbeinigen Perspektive geschildert, der Blick in die Köpfe der Katzen, Wellensittiche, Pferde oder auch der Schweine verraten, dass die Autoren sich mit ihren tierischen Protagonisten intensiv auseinandergesetzt haben.
Die liebevollen und detailgetreuen Illustrationen von Gabriele Merl porträtieren gekonnt die tierischen, aber auch menschlichen Eigenarten der Figuren.
Mein Fazit: Ein gelungenes und auch witziges Buch, in der die Intelligenz der Tiere nicht unterschätzt wird und eigentlich beweist: Tiere sind die besseren Ermittler - und vielleicht auch Verbrecher?

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Die „Tiertafel“ hilft Menschen, die in finanzielle Not geraten sind, mit Futter- und Sachspenden für ihre Vierbeiner. Gerade HartzIV-Empfängern und auch Rentnern fällt es immer schwerer, das Geld für den Unterhalt ihres Haustieres aufzubringen - die Tierheime können ein Lied davon singen. Denn seit der Einführung von HartzIV mussten viele bedürftige Mitbürger ihre Tiere abgeben. Um dies zu verhindern, wurde die erste Tiertafel 2006 in Rathenow gegründet, mittlerweile gibt es über 25 Ausgabestellen in ganz Deutschland. Die Autoren der tierischen Kurzgeschichten haben auf ihr Honorar verzichtet, ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf geht an die Tiertafel.
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3 Kommentare
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Halina Monika Sega aus Gladbeck | 04.08.2011 | 14:51  
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Annette Robenek aus Gladbeck | 09.11.2011 | 11:51  
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Halina Monika Sega aus Gladbeck | 09.11.2011 | 12:30  
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