Fahrrad-Waschanlage sorgte für Warteschlange vor dem Gladbecker Rathaus

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Die "Radwaschanlage" war schlichtweg der "Renner" beim "Fahrradaktionstag" auf dem Rathausplatz. Viele Gladbecker bestaunten die High-Tech-Anlage und nahmen gerne Wartezeiten in Kauf, um ihre Fahrräder vom Alltagsschmutz befreien zu lassen. Foto: Braczko
Gladbeck: Radfahr-Aktionstag |

Gladbeck. Gladbeck gehörte 1993 zu den Gründungsmitgliedern der "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte". Nach einigen Anlaufschwierigkeiten und seltsamen Protestaktionen der Autofahrerlobby hat sich das Zweirad im Stadtbild fest etabliert. Im Gegensatz zu Städten wie Essen, Bochum oder Mülheim stimmt in Gladbeck auch die Rad-Infrastruktur.

Jetzt feierten dies die Zweiradler mit einem bunten "Fahrradaktionstag" vor dem Rathaus. Zum Programm gehörte unter anderem die Versteigerung von 21 Fundrädern und erstmalig war auch eine Radwaschanlage in Betrieb. Die Anlage entwickelte sich zum "Angebot des Tages", eine lange Warteschlange deutete darauf hin - das kannten die Gladbecker Radfans noch nicht. Das 13.000 Euro teure Gerät mit der Kennzeichnung "Cylcewash" ließ die Bürsten rotieren, der dabei verspritze Reiniger (natürlich "Bio") befreite das Fahrrad vom Alltagsdreck.

Nur wenige Meter entfernt bestand die Möglichkeit, das Rad durch die Bottroper Verkehrswacht gegen Diebstahl codieren zu lassen, denn so gekennzeichnete Fahrräder sind auf dem "Schwarzmarkt" nach einem Diebstahl schlecht zu verkaufen. Auch hier bildete sich eine lange Warteschlange.

200 Jahre alt ist das Zweirad mittlerweile, passend dazu "mit etwas Nostagie verbunden" konnte vor allem der Nachwuchs historische Fahrräder ausprobieren, für die Mutigen bestand die Gelegenheit, ein Hochrad von "Florians Hochradfahrschule" aus Mönchengladbach zu erklimmen. Das ließ sich ein Ordnungshüter nicht zweimal sagen, während sich seine Kollegen in Hamburg gegen Chaoten wehren mussten, konnte er den Besuchern zeigen, wie die richtige Balance aussieht.

Als Abrundung gestaltete die Stadt Gladbeck und der ADFC einige Info-Stände, mit dem Glücksrad gab es als "Hauptpreis" eine Fahrradklingel zu gewinnen. Gut an kam auch der Zweirad-Gebrauchtmarkt an, für wenig Geld wechselten sich schnell die Besitzverhältnisse. Und die ELE informierte zusätzlich über E-Bikes: Diese moderne und leichte Art der "sauberen Fortbewegung" erfreut vor allem die ältere Generation und entwickelt sich immer mehr zu einer ernstzunehmenden Auto-Konnkurrenz. Und zum Abschluss verteilte Dr. Dieter Briese als Umweltbeauftragter der Stadt Gladbeck die Urkunden im Stadtradeln.

Bleibt der Wunsch der Besucher: "Im nächsten Jahr bitte auf jeden Fall wiederholen!"

Text: Peter Braczko
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