2 neue Uhren für Christus-König - In luftiger Höhe

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Schnell waren noch ein paar helle "Lichtblicke" am Himmel zu sehen, ehe die Wolkenvorhänge den Himmel wieder verdeckten. Foto: Kariger
 
Der 1.Vorsitzende vom Förderverein der Christus-König-Kirche Gladbeck e.V., Johannes Schulte-Kellinghaus, (re.) mit Monteuren der Spezialfirma für Kirchentechnik aus Dorsten. Fotos: Kariger

Gladbeck: Kirchturm Uhren | Der 1.Vorsitzende vom Förderverein der Christus-König-Kirche Gladbeck e.V., Johannes Schulte-Kellinghaus, freut sich nicht nur gemeinsam mit den Mitgliedern vom Verein über die 2 neuen Uhren, die Dank unter Hilfe von Sponsoren jetzt endlich am bisher Uhren-losen Kirchturm und 2 Seiten angebracht werden konnten, sondern er ist auch stolz darüber, dass das Kirchengemäuer farblich in neuem Glanz erstrahlt.


Mächtig wie eine Burg steht sie im "Mittelpunkt des Dorfes", die 1928 eingeweihte Kirche und erinnert auch etwas an die münsterländische Bauernhoftradition, wie man auf der Webseite von CK nachlesen kann.
Eine imposante Multifunktionskirche, in deren Inneren man nicht nur einen Raum anmieten kann, sondern die heute so nicht mehr bestehen würde, hätte sich in 2006 kein Förderverein gebildet, der sich seitdem um das Gebäude intensiv kümmert!

Rudolf Kulmer, Mitglied im Förderverein, kommt gerade vorbei und erinnert sich auf meine Frage, warum die Kirche vorher nie eine Uhr hatte:

Eine Uhr war 1928 zwar vorgesehen, aber früher hatte man kein Geld dafür und die Uhr wäre auch mechanisch geworden, also sehr teuer. Heute versorgt eine Hauptuhr die Stellmotoren der neuen Uhren per Kabelverbindung. Auch auf Sponsoren sei man heute dringend angewiesen, da nicht alles aus Reihen des Fördervereins an Unterhaltungsgeldern für die Kirche zu stemmen sei, obwohl der Förderverein sich die allergrößte Mühe gibt, "seine Kirche" zu erhalten.

Für einen Wetterhahn, so Kulmer weiter, wäre damals, 1928, noch Geld vorhanden gewesen, der aber im letzten Krieg zur Zielscheibe genutzt worden sei, also massiv durchlöchert wurde.
Als Pastor Franz-Josef Surmann in Schultendorf für "Glanzzeiten" gesorgt hatte, (über 25% Kirchen-Besucher, eine Zahl, die es danach nie wieder gab) da hätte der Vater von Pastor Surmann der Gemeinde, bzw. dem Kirchturm, Anfang der 80er eine "Krone" spendiert, weil wir ja "Christus König" heißen, ... so Kulmer weiter.


Ich besteige den Kirchturm: Taube im Glockenturm:

Im Kirchturm läuten die Glocken „Christkönig“, “Barbara“ und “Bernardus“ gemeinsam mit der noch vom Krieg verschonten und übrig gebliebenen „Lioba-Glocke“, die ich ebenfalls besichtigen konnte. Über 2 senkrecht montierte Steigleitern, umgeben von einem Fall-Fangkorb, konnte ich in den Turm aufsteigen.
Okay, die Kamera vor dem Bauch mit Blitz war zuviel Umfang für den Leiterkorb, der Blitz musste abmontiert und in die Westentasche gesteckt werden.
Weniger essen für zukünftige Glockenturm-Besteigungen wäre angesagt.
Die Glockenstühle machten einen imposanten Eindruck, zumal sich auch noch eine Taube im Gebälk verirrt hatte. Ein Flattern jedenfalls ließ mich erst aufhorchen, als ich das Tier im Halbdunkel noch nicht entdeckt hatte. Mein erster Gedanke waren zwar Fledermäuse, aber eigentlich waren auch alle möglichen Einfluglöcher in den Turm mit Draht versperrt.

Rauf mit dem Hubsteiger, in ca. 32 m. Höhe:

350 m. Stratosphere Tower in Las Vegas erprobt, ist der Hubsteiger für mich nur ein Fingerschnipsel. Die Aussicht über unsere Stadt ist aber schon toll, auch wenn der Himmel eine durchwachsene Materie zeigt. Allerdings hätte ich mir für den wackeligen Steiger-Korb besseres Wetter und somit eine kleinere Blende und eine kürzere Verschlusszeit gewünscht.

Fotos: Kariger
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Werner Hülsermann aus Gladbeck | 20.09.2013 | 09:28  
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