Der amerikanische Blick auf die Deutsche Einheit

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Der US-Generalkonsul Michael R. Keller (Mitte) mit den beiden Gastgebern Generalmajor Bernhard Schulte Berge und Oberstleutnant a. D. Michael Urban.

Mit einem Festvortrag und einem anschließenden feierlichen Empfang hat der Luftwaffenstandort Kalkar / Uedem gemeinsam mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft dem 25. Jahrestag der Deutschen Einheit gedacht.

Über 200 Gäste aus allen gesellschaftlichen Bereichen waren der Einladung in die von-Seydlitz-Kaserne Kalkar gefolgt. Sie wurden begrüßt durch die beiden Gastgeber des Abends, den Standortältesten Kalkar, Generalmajor Bernhard Schulte Berge, und den Regionalleiter Niederrhein der Deutsch Atlantischen Gesellschaft, Oberstleutnant a. D. Michael Urban. Als Referenten konnten die beiden Veranstalter den neuen Generalkonsul der Vereinigten Staaten in Düsseldorf, Michael R. Keller, gewinnen. Der Diplomat hat sein Amt in der Landeshauptstadt im August angetreten.
Viele hochrangige Persönlichkeiten waren in den vergangenen Jahren als Vortragende an den Nieder­rhein gekommen.
Der letzte Außenminister der DDR, Markus Meckel, war ebenso dabei wie der Präsident des Haus der deutschen Geschichte, Professor Hans Walter Hütter, und der Europapolitiker Elmar Brok. „Sie alle haben stets den ‚deutschen Blick‘ auf die Ereignisse der Jahre 1989 und 90 geworfen“, so Generalmajor Schulte Berge in seiner Begrüßungsansprache: „Es ist aber sicher auch mal interessant einen US-Amerikaner zu den Ereignissen rund um die deutsche Einheit berichten zu lassen.“ Schließlich wäre die Einheit ohne die Zustimmung der Westalliierten und der Sowjetunion überhaupt nicht möglich gewesen.

Zitat des ehemaligen US-Präsidenten


Mit einem Zitat des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush Senior aus der Süddeutschen Zeitung stieg Generalkonsul Keller in seinen Vortrag ein. Bush hatte darin erklärt ‚es habe viele Widerstände gegen die deutsche Einheit gegeben, aber Deutschland habe sich das Recht auf diesen selbstbestimmten Weg erworben‘. „Heute können wir froh sein, ein starkes Deutschland in der Mitte Europas zu haben“, so der Diplomat in seinen Ausführungen. Das transatlantische Verhältnis sei heute wichtiger denn je. Geschickt schlug Keller den Bogen von den Ereignissen vor 25 Jahren bis heute und lobte dabei ausdrücklich die Rolle Deutschlands bei der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingskrise. „Ihr Land beweist dabei nicht nur Stärke, sondern auch viel Verantwortungsbewusstsein“, so der Gast aus Düsseldorf. Themen wie das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP rundeten den Vortrag des Generalkonsuls ab.
Mit der Nationalhymne, gespielt durch ein Holzbläsertrio des Luftwaffenmusikkorps Münster, endete der Vortrag. Beim anschließenden Empfang im Kasino auf dem Beginenberg nutzten viele der Gäste die Gelegenheit zu angeregten Diskussionen.
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