Parken in Goch: Günstiger für Anwohner und Schüler

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Einen Parkautomaten gibt es schon in Goch. Doch der steht auf einem privaten Gelände an der Straße Hinter der Mauer.
Goch: Rathaus |

Noch steht kein Parkautomat in Goch, weil die Stadtwerke auf das Display aus China warten. Die Diskussionen darum haben aber schon lange vorher begonnen und die Arbeitsgruppe zum Nachdenken bewegt. Mitte der Woche legte sie im Konferenzraum der Stadtwerke Goch ein überarbeitetes Parkraumbewirtschaftungskonzept vor.

Folgende Punkte sind nun fix: Ab dem 1. Mai wird das neue Konzept gelten, sind die 56 Parkautomaten aktiv. Die Anwohner, aus deren Reihen die wochenlang andauernden „Anregungen“ kamen, bekommen ein Monats-, beziehungsweise Jahresticket. Kosten 17, 50 Euro beziehungsweise 175 Euro. Die Angestellten der Geschäfte und Firmen können über den „Jedermann“-Tarif vergünstigt parken. Kosten: 35 Euro im Monat beziehungsweise 350 Euro im Jahr.

Tickets auf Fahrzeughalter zugelassen


Die Schüler des Berufskollegs an der Jakobstraße erhalten ihren geforderten Parkausweis für 17, 50 Euro im Monat oder 175 Euro im Jahr.
Die Monats- und Jahrestickets gelten nur für ein auf den Namen des Antragstellers zugelassenes Fahrzeug.
Karin Vermathen, die Schülersprecherin: „Wir sind stinksauer. Die meisten der Fahrzeuge sind auf die Namen der Eltern angemeldet. Das ist einfach günstiger.“
17, 50 Euro seien zwar erheblich weniger als 40 Euro, aber dennoch zu hoch, meint die Sprecherin. Hermann Brendieck von den Grünen meinte dazu: „Vielleicht werden ja jetzt mehr Fahrgemeinschaften gebildet.“

Weitere Änderungen vorstellbar


Und Ludwig Kade von der ZIG meinte, dass die Schule in der Lage wäre mehr Parkplätze zu bauen.
Gleichwohl machte die Arbeitsgruppe Hoffnung, dass weitere Änderungen durchaus vorstellbar seien: „Wir werden uns das 4 bis 6 Wochen nach dem Start anschauen, und dann neu treffen.“
Stadtwerke-Chef Carlo Marks, der die Moderation innehatte, gab zu verstehen, dass das Konzept durch die Änderungen nicht zu Mehreinnahmen führen würde: „Es ist nicht abschätzbar, wieviel die Stadt dadurch einnimmt, weil auch die Zahl der Ermäßigungen nicht bekannt ist.“

Mit den Gebühren im Mittelfeld


Mit den Gebühren liege man kreisweit im Mittelfeld, allein Kevelaer würde schon deutlich mehr fürs Parken verlangen. Die tägliche Parkzeit ist auf die Zeit von 9 bis 18 Uhr begrenzt, statt wie bisher von 7 bis 19 Uhr. Außerhalb dieses Zeitkorridors könne kostenfrei geparkt werden, wie CDU-Fraktionschef Karl-Heinz Bremer betont: „Dadurch sind beispielsweise die Berufspendler gar nicht von Gebühren betroffen.“

Nikutowski: "Keiner wird überfordert"



Klaus-Dieter Nikutowski, der SPD-Fraktionschef, sieht mit den festgelegten Gebühren den sozialen Frieden gewahrt: „Keiner wird dadurch überfordert, auch die Berufsschüler von heute verdienen entsprechend.“
Zwar sei der Arbeitsgruppe bewusst gewesen, dass man mit der Überarbeitung des ersten Konzepts lange gewartet habe und nicht alle zufriedenzustellen sein können, so Hermann Brendieck: „Doch es kam erstmal darauf an, einen gemeinsamen Nenner zu finden.“ Und Jürgen Vennmanns vom BürgerForumGoch ergänzt: „Wir sind ja nicht weltfremd. Trotz allem war es eine gute und faire Zusammenarbeit.“
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1 Kommentar
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Lothar Dierkes aus Goch | 20.03.2015 | 11:22  
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