Prävention ist der beste Opferschutz - Frauenberatungstelle "Impuls" zieht Bilanz für 2012

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Das Team von "Impuls" setzt auf Beratung. Maria Peeters (l), Hildegard Wolff (r) und Marion Claaßen (nicht im Bild) wissen, wie wichtig das für die Frauen ist.
Goch: Voßstraße | Ein Rückblick auf das vergangene Jahr ist angenehmer, wenn Positives zu vermelden ist. „Finanziell gibt es uns noch“, freute sich daher auch Hildegard Wolff von der Frauenberatungsstelle „Impuls“. Die Stadt und das Land NRW haben die Zuschüsse nicht gekürzt und auch die eigenen Projekte, wie zum Beispiel die Raumpatenschaften bringen Geld in die Kasse des Vereins. Und wie wichtig die Arbeit ist, zeigt die Bilanz für 2012. „Wir haben 425 Frauen beraten und 741 Gespräche geführt“, berichtet Hildegard Wolff. Gewalt gegen Frauen ist ein großes Thema. „200 Frauen mit 252 Kindern waren bei uns, 136 mal hat uns die Polizei benachrichtigt.“ Zu beobachten ist, dass der Anteil der Frauen mit Migrationshintergrund steigt, er beträgt nun 23 Prozent.
Um Frauen nach einer Vergewaltigung den Gang zum Arzt bzw. ins Krankenhaus zu erleichtern, ist „Impuls“ nun an der Arbeitsgemeinschaft „Netzwerk anonyme Spurensicherung im Kreis Kleve“ beteiligt, das sich derzeit noch im Aufbau befindet. „Dann können Frauen die Spuren einer Vergewaltigung sichern lassen, müssen aber nicht sofort Anzeige erstatten“, erklärt Maria Peeters. Fazit ist, dass „Impuls“ weiter auf Prävention und Beratung in vielen Bereichen setzt, denn das sei nun einmal der beste Opferschutz, so Wolff und Peeters.
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