Kultur braucht Flügel - Hohenhoffest zog viele Besucher an

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Kulturdezernentin Margarita Kaufmann, Dr. Birgit Schulte vom Osthaus Museum, Eva Pieper-Rapp-Frick vom Karl-Ernst-Osthaus Bund und Martin Duttweiler, Urenkel Osthaus freuten sich über die vielen Besucher im Hohenhof.

Zum vierten Mal luden am vergangenen Samstag (11. Juni) das Osthaus Museum Hagen, der Karl Ernst Osthaus Bund und die Henry van de Velde Gesellschaft zum Hohenhoffest – unterstützt vom Team Kunstgeschichte der Technischen Universität Dortmund und dem Theater Hagen.


Das Jugendstil-Gesamtkunstwerk Hohenhof war zu seiner Entstehungszeit zentraler "Thinktank" im weitgreifenden Kulturkonzept von Karl Ernst Osthaus. Hier trafen sich die Größen der damals aktuellen Moderne um zu konzipieren, sich zu vernetzen und Projekte in die Wege zu leiten und um an diesem besonderen Ort bewirtet zu werden.
Diese einladende und befruchtende Atmosphäre hat das Haus bis heute, es bewährt sich als Ort, um Kunst und Kultur zu feiern. Im Gesamtkonzept von Karl Ernst Osthaus spielten die Musik und der Tanz eine große Rolle – so bestellte er 1910 einen Steinway-Flügel für seinen Hohenhof. Als das Instrument bei ihm eintraf, schrieb er an den Entwerfer Henry van de Velde: „Der Flügel von Steinway ist eingetroffen – Er ist sehr schön, ... und komplettiert das Zimmer in sehr wohltuender Weise.“
So ist es auch heute noch, steht dieser Flügel doch als eines der Glanzstücke der Sammlung im Damensalon. Um ihn jedoch wieder zum Klingen zu bringen, benötigt er eine umfassende Restaurierung. Dafür wurde um Spenden gebeten, denn "Kultur braucht Flügel"! Hier und heute mehr denn je.

Die Gäste am Hohenhof erlebten einen besonderen Abend, an einem besonderen Ort mit einer besonderen Atmosphäre. Für Essen und Trinken wurde gesorgt. Um aber zu der besonderen Atmosphäre beizutragen, wurden die Gäste des Abends gebeten, ihr eigenes Geschirr, Besteck, Gläser sowie Tischdeko in einem schönen Korb mitzubringen und damit zur Gestaltung des Abends beizutragen.

Der Abend wurde gestaltet mit Musik, Führungen und Lesungen, unter Mitwirkung von Kristina Günther-Vieweg, Andres Reukauf, Die Salonlöwen, Team Kunstgeschichte der TU Dortmund und dem Theater Hagen.
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