Konzert im Dreiklang

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Freuen sich auf das Konzert (v.l.) Thomas Alexander, Marketingleiter der Volksbank, Gunda Otholt vm LWL-Industriemuseum henrichshütte und Johannes von der Rhein-Ruhr-Philharmonie, der selbst an der Geige mitspielt. Foto: Pielorz
Hattingen: Gaskraftwerk |

Zum 19. Mal wird der Dreiklang aus LWL-Industriemuseum Henrichshütte, der Volksbank und der Rhein-Ruhr-Philharmonie am Samstag, 22. April, 20 Uhr, ein Konzert auf die Bühne des Gaskraftwerkes (ehemals Gebläsehalle) bringen. Zum ersten Mal steht die Aufführung unter dem Dirigat von Nikolaus Müller, Leiter des Bereiches Musik an der Ruhr-Universität Bochum.

Der Dirigent ist etwas Besonderes, er besuchte die Leipziger Thomasschule, war Mitglied bei den Thomanern, studierte zunächst Physik, dann Orchesterdirigieren und arbeitete mit den Wiener Sängerknaben. Am Abend von Volksbank.klassisch wird er mit der Rhein-Ruhr-Philharmonie Werke von Felix Mendelssohn-Bartoldy und Edward Elgar präsentieren. Beide Komponisten gehören zur Romantik und inhaltlich geht es an diesem Abend um Großbritannien. „Mendelssohn-Bartoldy bereiste unter anderem Großbritannien und vor diesem Hintergrund erleben wir die Ouvertüre aus ,Die Hebriden‘ sowie die ‚Schottische Sinfonie‘. Außerdem runden die Enigma-Variantionen von Elgar den Abend ab“, erklärt Johannes Kunze von der Rhein-Ruhr-Philharmonie.

Werke von Mendelssohn-Bartoldy und Elgar

Mendelssohn-Bartoldy (1809 – 1847) entstammte einer angesehenen jüdischen Familie, wurde in Hamburg geboren und christlich erzogen. Er starb in Leipzig. Es gab zahlreiche Konzertreisen, 1829 ging es zum ersten Mal nach London. Er spielte zum ersten Mal die Sommernachtstraum-Ouvertüre und als die Partitur in einer Droschke liegengelassen wurde, brachte er sie aus der Erinnerung ohne Fehler noch einmal zu Papier. Zu diesem Zeitpunkt reiste er auch nach Schottland, wo er zu den Werken inspiriert wurde, die an diesem Abend gespielt werden. Nach seinem Tod wurde sein Werk Opfer antijüdischer Propaganda. Ab 1933 wurden seine Werke kaum noch gespielt und erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bemühte man sich um seine Rehabilitation.
Edward Elgar (1857 – 1934) war ein britischer Komponist. Als sein weithin bekanntestes Werk gilt „Land of Hope and Glory“ auf Basis des „Pomp and Circumstance March No. 1“. Neben „Rule, Britannia!“ und „God Save the Queen/King“ ist es die bekannteste britische Hymne. Unter anderem wird es alljährlich bei der Last Night of the Proms sowie als englische Nationalhymne bei den Commonwealth Games gespielt. Die „Enigma-Variationen“ entstanden 1898, als Elgar eine zufällige Melodie auf dem Klavier spielte, die seiner Frau Alice gefiel. Anfang 1899 schickte er die Partitur, die er ursprünglich „Variations on an Original Theme“ nannte (den jetzigen Namen Enigma bekam das Stück erst später), dem Dirigenten Hans Richter. Hans Richter war es, der das Werk am 19. Juni in der St. James Hall in London aufführte. Die Enigma-Variationen machten Elgar international bekannt.

Kartenvorverkauf

Wer bei dem Konzert dabei sein möchte, bekommt Karten für 15 Euro (ermäßigt 13 Euro) in den Filialen der Volksbank Sprockhövel-Hattingen sowie in der Musikinstrumenten-Truhe Hattingen. In der Regel sind die Konzerte rasch ausverkauft.
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