Hattingen: Das „Central-Kino“ verschwindet, ein Wohnkomplex kommt

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So sehen die vorläufigen Pläne für den Neubau anstelle des Central-Kinos aus: Im Vordergrund die Bahnhofstraße. Die beiden weißen Riegel rechts stellen das Amtsgericht dar, links am Neubau (gelb) schließen sich an der Westfälische Hof, die Polizeiwache sowie die Sparkasse. Im Hintergrund ist der Reschop-Bunker schematisch zu erkennen, dahinter der Parkplatz.
Hattingen: Central-Kino |

Nicht nur im Hattinger Rathaus tut sich zurzeit einiges. Schon im vierten Quartal dieses Jahres soll das ehemalige Central-Kino an der Bahnhofstraße abgerissen werden. Dort entsteht anschließend ein neuer Wohnkomplex.

Hinter dem Projekt, das Baudezernent Jens Hendrix dem Vernehmen nach für die Stadt Hattingen ebenfalls sehr wohlwollend sieht und für das bereits fast alle Genehmigungen vorliegen, steckt die Hattinger Gesellschaft „central wohnen“. Gebildet wird sie aus den Hattinger Architekten Joachim Stiller („Heidehof“) sowie Robin und Gisbert Trieschmann.
Außerdem mit im Boot ist ein Hattinger Investor, der den STADTSPIEGEL aber um Verschwiegenheit gebeten hat.
Bereits im April 2014 erwarb der Hattinger das über 2.000 Quadratmeter große Gelände, das zum einstigen Central-Kino gehört. Auch hier möchte er auf Nachfrage keine Summe nennen.
Sein erworbenes Grundstück erstreckt sich bis zum Bunker am Reschop-Parkplatz. Heute befinden sich dort Parkplätze für den Westfälischen Hof, die auch künftig Bestand haben werden, einige Garagen sowie Pkw-Stellflächen.
Dieser nahezu gesamte Bereich wird überbaut, das Central-Gebäude abgerissen, die Garagen ebenfalls. Stattdessen entstehen hier in rund einjähriger Bauzeit bis in die erste Jahreshälfte 2017 hinein Eigentumswohnungen auf drei Wohngeschossen sowie einem Geschoss mit Haustechnik und Pkw-Einstellplätzen.
Die insgesamt 16 Wohnungen – darunter eine zur Pflege der Gemeinschaft und daher für alle nutzbar – haben Größen zwischen 60 und 140 Quadratmetern. Auf den ersten beiden Etagen befinden sich jeweils sechs der Wohnungen, auf dem Dach vier weitere so genannte Penthäuser. Erschlossen werden die Wohnungen durch Laubengänge. Sämtliche Einheiten werden barrierefrei und altengerecht ausgebaut. Daher entstehen im Neubau auch zwei Fahrstühle.
„Außerdem bieten wir ebenerdig noch eine Gewerbeeinheit“, so der Investor. „Hier möchten wir aber keinen Einzelhandel haben, sondern denken eher an einen Dienstleister. Da böte sich wegen der direkten Nachbarschaft zum Amtsgericht beispielsweise eine Anwaltskanzlei an.“
Die Erschließung des Komplexes erfolgt von zwei Seiten. Nach wie vor wird es eine Zufahrt für Bewohner des Neubaus und Gäste des Westfälischen Hofes (fünf Stellplätze) über die heutige Zufahrt zwischen Bunker und Sparkasse geben. Die Bewohner gelangen so zu ihren überdachten Pkw-Stellflächen.
Im Tiefparterre entstehen weitere 40 Einstellplätze für Fahrzeuge, die über den Reschop Parkplatz erschlossen werden. Der Investor: „Dafür besteht zwischen dem Hochbunker und der Weiltorschule eine ausreichende Lücke.“
Die Altstadtfest-Veranstaltung „Rock am Bunker“, die dort jedes Jahr stattfindet, sei durch die Baumaßnahme jedoch nicht gefährdet, versichert der Investor.

Infos zum Reschop-Bunker
 Auch am Hochbunker am Reschop tut sich etwas. Wie der Central-Investor dem STADTSPIEGEL gegenüber sagte, sei der Bunker an ein Recklinghäuser Unternehmen verkauft worden.
Einige Arbeiten, etwa an Fallrohren, seien am Bunker bereits durchgeführt worden.
 Nach weiteren Umbaumaßnahmen sollen hier dem Vernehmen nach Proberäume für Bands entstehen und auch ein Foto-Studio.
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4 Kommentare
Roland Römer aus Hattingen | 28.05.2015 | 12:33  
7
Angelika Blaschke aus Hattingen | 28.05.2015 | 22:12  
Roland Römer aus Hattingen | 29.05.2015 | 13:31  
2.534
Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen | 29.05.2015 | 14:52  
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