Originelle Auktion bringt 2000 Euro für den Kinderschutzbund

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Unser Foto zeigt (v.l.) Claus Barteczko, Andreas Gehrke, Juan Maria Ales Neila und Diethelm Albert Kabus mit den symbolischen Schecks. Foto: Römer

Warum einer eine tolle Party mit Live-Musik feiern kann und ein anderer 2.000 Euro für den örtlichen Kinderschutzbund in Empfang nehmen konnte, das hat eine etwas längere Vorgeschichte.

Juan Maria Ales Neila ist „deutscher Spanier“, Frisörmeister und betreibt einen Frisörsalon am Steinhagen. Er kennt das Hattinger Altstadtfest und macht selbst seit vielen Jahren Musik. Er spielt Schlagzeug und singt im Hintergrund. Seine Band heißt „Casa d‘Locos“.
Im vergangenen Jahr spielte die Combo bereits beim Altstadtfest am Untermarkt und begeisterte mit ihrer Latin-Music – stilistisch irgendwo angesiedelt zwischen Buena Vista Social Club und Santana, zwischen Police und Bob Marley.
In diesem Jahr gab es wegen des Erfolgs eine Neuauflage des Konzerts auf dem Altstadtfest – nicht minder spektakulär übrigens. Das lag auch an der Idee, die Juan Maria Ales Neila und seine Mitmusiker damit verbanden: Sie wollten nämlich etwas Gutes tun für Hattingen, am besten für Kinder.
So überlegten sie sich eine T-Shirt-Aktion mit Sponsoren aus Hattingen und vor allem eine Auktion für den guten Zweck, der da sein sollte Kinderschutzbund. Gegenleistung: Der Meistbietende sollte ein „Wohnzimmerkonzert“ der Band erhalten, die gebotene Summe komplett an den Kinderschutzbund gehen. Auktionator war der Hattinger Filmemacher Claus Barteczko („Ruhrkanal TV“). Der machte seine Sache so gut, dass der Hammer bei der Versteigerung erst bei 750 Euro fiel.
Dadurch konnte sich Diethelm Albert Kabus aus Linden, der übrigens eigens für dieses Konzert aufs Altstadtfest gekommen war, nachdem ihm und seiner Frau Iris „Casa d‘Locos“ schon anno 2012 so gut gefallen hatte, über den Zuschlag freuen.
Der Sparkasse Hattingen in Person von Marketingleiter Udo Schnieders wiederum gefiel die Idee mit der Versteigerung so gut, dass sie noch einmal die gleiche Summe drauflegte. Und letztlich brachte auch der gesponserte T-Shirt-Verkauf noch 500 Euro, so dass an den Kinderschutzbund 2.000 Euro gehen konnten.
Damit möchte nach den Worten seines Vorsitzenden Andreas Gehrke der Kinderschutzbund einem Sprockhöveler Jungen helfen, der inzwischen in einer Pflegefamilie lebt: „Der Junge ist jahrelang misshandelt worden, zwölf Zähne wurden ihm ausgeschlagen, er wurde gequält und missbraucht, musste im Keller hausen. Falls noch etwas übrig bleibt, kommt der Restbetrag in unsere Förderung.“
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