Rebecca Schmitt: jung, schön, Mode-Designerin

Anzeige
Rebecca Schmitt wohnt mitten in der Hattinger Innenstadt. Hier entstehen die Entwürfe für die Kreationen ihres eigenen Mode-Labels "Da Becca". Foto: Biene
 
Häufig ist die Hattinger Mode-Designerin Rebecca Schmitt auch Model für ihre eigenen Kreationen ihres Mode-Labels „Da Becca“. Foto: privat

„Tough“ heißen neudeutsch Menschen wie Rebecca Schmitt. Gerade einmal 30 Jahre jung ist die Hattingerin, war während des Studiums Model, arbeitete danach für Peek & Cloppenburg und Karstadt als Head of Design, ist heute Jung-Unternehmerin mit ihrem eigenen Mode-Label „Da Becca“.

Und heute Abend ist sie aufgeregt. Sie betritt nämlich weiteres Neuland, und zwar als Mitglied einer Prominenten-Jury.
Im angesagten „Club Diamonds“ in Köln, da stellen sich 22 Models, die aus rund 680 Zusendungen und diversen Modelportalen und Agenturen gecastet wurden, auch ihren kritischen Augen. Immerhin geht es um nicht mehr und nicht weniger als den Titel des „Top Model Germany“.
„Für mich als junge Mode-Designerin ist allein schon cool, als Mitglied der Jury angefragt worden zu sein. Immerhin sitzen da Leute wie Sängerin Sandra, DSDS-Star Linda Teodosiu, Schlagerstar Nic, Schauspieler Marc Staudinger aus ,Alles was zählt‘ und sein Kollege Eric Langner sowie Luxuseinrichter Ernesto Mezei aus Düsseldorf“, schwärmt Rebecca Schmitt mit glänzenden Augen.
Aber das ist noch nicht alles: Eine riesige Chance für die junge Designerin individueller rockiger Mode gepaart mit Accessoire-Highlights ergibt sich auch dadurch, dass die Models an diesem Abend auch die Entwürfe der Hattingerin als einen von drei Durchgängen – die anderen beiden sind Bademode und Abendkleidung – vorführen müssen. Rebecca Schmitt: „Das ist natürlich eine Plattform, die sich jede Mode-Designerin nur wünschen kann. Und gerade als junges Mädel in der Branche ist man darauf besonders angewiesen.“
Vermittelt hat ihr die Chance Moderator Frank Hannig, seit Jahren in der Mode-Szene geachtet und bekannt aus vielen einschlägigen TV-Sendungen. Er nennt sich selbst Fan der Entwürfe von Rebecca Schmitt, trägt sie auch regelmäßig bei öffentlichen Auftritten.
Begonnen hat die ­Karriere von Rebecca Schmitt in Wattenscheid während der Schulzeit, als sie sich für Mode und Entwürfe zu interessieren begann. Es folgten eine Schneiderlehre, das Studium als Mode-Designerin selbstverständlich in Düsseldorf und – zum Mitfinanzieren des Studiums – erste und im Laufe der Zeit regelmäßige Engagements als Model. Nach dem Examen wechselte sie nach Peek & Cloppenburg und wurde danach als Chef-Modedesignerin von Karstadt abgeworben.
Rebecca Schmitt: „Mit 27 Jahren blickte ich auf mein Leben und überdachte meine Situation. Ich stellte fest, dass ich nicht mehr glücklich war, dass eine Festanstellung nicht mehr meinen Vorstellungen entsprach. So ging ich in die Selbstständigkeit.“
Auch wenn ihr kleines Modegeschäft in der Kleinen Weilstraße – damals noch mit einem fremden Mode-Label – sie so sehr einengte, dass sie es schnell wieder schloss, bereut sie den Schritt als Unternehmerin nicht: „Ich gründete vor anderthalb Jahren ,Da Becca‘ und das ging sofort ab, wurde ein regelrechter Hype in der Szene. Das war nun wirklich mein Ding. Auch wenn meine Entwürfe an den momentanen eher martialischen Trend angelehnt sind, transportieren sie doch durch Accessoires meine Lebenseinstellung von Love, Peace und Happiness.“
Zu ihrem Sortiment, das sich bei der Kleidung schwerpunktmäßig an 20- bis 30jährige Frauen und Männer richtet, während ihr Schmuck sogar von ihrer Oma getragen wird, gehören beispielsweise T-Shirts, Hosen und Mützen. Besonders die Shirts fallen durch aufgedruckte Sprüche auf wie „Eyes are useless, when the mind is blind“ oder „Life is a beach“ oder ihr Lebensmotto „Carpe Diem“. Farb-Akzente und mehr runden das Design ab.
Ihr Motto „Nutze den Tag“ setzt sie effektiv um. Wenn auch anders als die meisten Menschen. „Es gibt bei mir keinen Alltag. Das ist das Schöne für mich“, sagt sie und: „Meine Arbeit fühlt sich nicht als Arbeit an – von Buchhaltung und Steuersachen einmal abgesehen“, lacht Rebecca Schmitt.
Ansonsten dreht sich ihr Tag um Fahrten zu Fabrikanten in der näheren und weiteren Umgebung, um Planungen von Foto-Shootings, die Suche nach Models und Locations, das Besprechen von Projekten und Modenschauen mit Geschäftspartnern. Und an den Wochenenden stehen häufig Messen an, allgemeine Veranstaltungen und auch Verkaufs-Shows in Clubs.
Irgendwann dazwischen müssen auch neue Kollektionen erdacht werden. „Einfälle kann man leider nicht erzwingen“, schmunzelt sie. „Die kommen manchmal ganz spontan. Meistens abends. Ich zeichne zunächst meine Idee grob mit einem Stift auf Papier, mache Notizen dazu und übertrage das später in den PC. Obwohl ich eigentlich so gut wie nie Handtaschen dabei habe, begleitet mich ab und zu mein I-Pad.“
Erster und bester Kritiker ist ihr Freund Jill Deimel, den sie nicht nur wegen seines guten Modegespürs noch in diesem Jahr heiraten wird. „Er ist meine Muse“, sagt Rebecca Schmitt über den Personalcoach und psychologischen Berater. Mit ihm kuschelt sie gerne beim DVD-Gucken auf der Couch oder sie treffen sich mit Freunden. Oder die Jung-Unternehmerin verausgabt sich beim Kickboxen und erholt sich beim Gitarrespielen, was sie nicht nur gelernt hat, sondern mit dem sie vor der Model-Karriere in einem Duo auch aufgetreten ist. Zurzeit übt sie zudem auf der Ukulele.
Nur heut Abend nicht. Da ist Rebecca Schmitt in Köln – und ziemlich aufgeregt, aber nach außen hin cooooool...
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.