Rechtskunde-Unterricht im Gericht - Auch Diebstahl aus einer Schule wurde geahndet

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Maria, Lucy, Laura, Maurice, René und RA Elke Althäuser (v.li.n.re.) vor dem Richtertisch im Amtsgericht.
Hattingen: Amtsgericht Hattingen | 7 Schülerinnen und Schüler erlebten heute einen besonderen Nikolaus-Tag. Zusammen mit Rechtsanwältin Elke Althäuser aus Sprockhövel waren sie Zuhörer bei einigen öffentlichen Hauptverhandlungen der Strafgerichtskammer.

Die 15- bis 17 Jahre alten Schülerinnen und Schüler besuchen die Mathilde-Anneke-Schule in Niedersprockhövel. Im Rahmen ihres Wahlpflichtfaches haben sich diese Schüler für das Fach Rechtskunde mit Dozentin Rechtsanwältin Elke Althäuser entschieden.

Nach einigen Stunden Theorie in der Schule war heute die Praxis gefragt. Sie waren Zuhörer bei den Hauptverhandlungen mit dem Vorsitzenden Richter Johannes Kimmeskamp.

Ging es im ersten Fall um Bedrohung einer Frau, wurde beim nächsten Verfahren über einen Diebstahl aus den Personalräumen eines Hattinger Krankenhauses verhandelt. Nach der Ahndung einer Gefährdung im Straßenverkehr fand dann noch eine dreistündige Hauptverhandlung statt, bei der es um einen Diebstahl aus einer Schule in Sprockhövel ging.

Gerichtssaal wurde Fotostudio
Hierbei wurde der Gerichtssaal vorübergehend zum Fotostudio. Der als Gutachter geladene Rechtsmediziner fertigte mit Zustimmung der Betroffenen im Gerichtssaal zahlreiche Profilfotos von diesen an, um die somit erstellten Bilder mit ausgedruckten Bildern einer Video-Überwachungskamera zu vergleichen. Diese Video-Überwachungskamera hatte der Schulleiter nach seinen Angaben vor Gericht in alleiniger Verantwortung beschafft und in einem Schulraum aufgestellt, um einen Diebstahl aufzuklären.

Die Begutachtung des Rechtsmediziners sollte dem Gericht dazu dienen, den wahren Täter zu erkennen.

Die jungen Zuhörer erkannten schnell, dass die Wahrheitsfindung für das Gericht nicht immer einfach ist.
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