Amazon und Leiharbeit

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Im Ursprung war mit der Leiharbeit vorgesehen, Auftragsspitzen und Produktionsengpässe auszugleichen. Das machte aus meiner Sicht Sinn.

Doch genau das ist die Leiharbeit nicht mehr. Schlecker hat es im großen Stil betrieben und hat grandios verloren. Die ungerechte Bezahlung von Leiharbeitern ist der Punkt, der in dieser Gesellschaft moralisch zu verurteilen ist. Die Unternehmen können außerdem den Kündigungsschutz umgehen und Arbeitskräfte für weniger Entgelt einkaufen, der Druck auf die Stammbelegschaft wächst. Das gehört geändert, es müssen die Tarifverträge der jeweiligen Branche auch bei der Leiharbeit angewendet werden. Wobei ich grundsätzlich ein Weihnachtsgeschäft wie bei Amazon, mit Leiharbeit abzudecken, durchaus als legal sehe, denn das sind m.E. genau die Voraussetzungen. Nur die Bedingungen müssen stimmen, das scheint hier nicht der Fall zu sein.

Einerseits mag man an der Ignoranz der Politiker verzweifeln, andererseits ist es in unserem Staat gut, Skandale werden aufgedeckt, der Druck wächst. Gute Journalisten und starke Gewerkschaften braucht das Land...
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4 Kommentare
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Bernhard Ternes aus Marl | 22.02.2013 | 12:50  
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Myriam Weskamp aus Castrop-Rauxel | 22.02.2013 | 13:14  
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Christoph Niersmann aus Hilden | 22.02.2013 | 20:31  
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Elke Fritzen aus Duisburg | 23.02.2013 | 09:23  
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